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MotoGP: KTM bläst bereits zum Angriff auf 2024

Obwohl 2023 kein Sieg in einem Hauptrennen gelang, sprechen die Mattighofener von einer "großartigen Saison". 2024 soll der nächste Schritt folgen.

MotoGP: KTM bläst bereits zum Angriff auf 2024 Foto: © GEPA

Mit fünf Podestplätzen, Gesamtrang vier von Brad Binder und Rang zwei in der Konstrukteurswertung, aber ohne Grand-Prix-Sieg hat Red Bull KTM die MotoGP-Weltmeisterschaft abgeschlossen.

"Wir sind glücklich mit dem vierten Platz von Brad und Rang zwei bei den Konstrukteuren", erklärte Teammanager Francesco Guidotti nach dem Finale am Sonntag in Valencia, bei dem sich Francesco Bagnaia den WM-Titel gesichert hat.

Das 2017 in die Motorrad-Königsklasse eingestiegene KTM-Team hatte in den vergangenen drei Saisonen jeweils zumindest einen Rennsieg gefeiert. Heuer fuhr Binder vier Podestplätze ein, darunter Rang zwei in Spielberg, und gewann zudem zwei der neu eingeführten Sprintrennen. Jack Miller schaffte in seiner ersten Saison auf der KTM einen Podestplatz und Rang elf in der Gesamtwertung.

"Wir werden es 2024 erneut versuchen"

"Es war eine großartige Saison, in der wir das Motorrad verbessert haben. Ich war beeindruckt, wie sehr wir uns in nur einer Saison verbessern konnten, insbesondere im Qualifying, und wir wissen, dass es noch ein bisschen mehr zu tun gibt, wenn wir die Meisterschaft wollen", resümierte Guidotti. "Wir müssen Runde für Runde alles zusammenbringen, um das Ziel zu erreichen. Wir werden es 2024 erneut versuchen und den Fokus behalten", sagte der Italiener.

Binder, der sich nach zwei sechsten WM-Gesamträngen 2021 und 2022 auf Rang vier gesteigert hat, bilanzierte ähnlich. "Wir haben dieses Jahr zwei Sprints gewonnen, aber es wäre gut gewesen, mit einem Sieg in einem Hauptrennen abzuschließen. Wir haben dieses Jahr einen großen Schritt gemacht und es werden noch weitere folgen", erklärte der 28-jährige Südafrikaner.

Bereits am Dienstag, nur zwei Tage nach dem Saisonfinale, stehen in Valencia eintägige Tests auf dem Programm.

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Dass die Saison bis zum letzten Rennen spannend war, ist auch der Einführung der Sprintrennen an jedem GP-Wochenende zu verdanken, hat doch Vize-Weltmeister Jorge Martin in den Sprints 28 Punkte mehr geholt als der Italiener.

Die Fans haben die Einführung der Sprints offenbar positiv aufgenommen. Nie zuvor pilgerten so viele Menschen an die Rennstrecken wie in diesem Jahr, vor allem die Samstage sind für den Anstieg verantwortlich.

Mehr als doppelt so viele verletzte Fahrer wie 2022

Bei den Fahrern, die vor der Einführung der Sprints nicht konsultiert wurden, sieht die Bilanz nicht ganz so rosig aus. Dieses Jahr gab es mehr als doppelt so viele verletzte Fahrer (50) wie 2022 (20), in keinem der 20 Grand Prix standen alle 22 Stammfahrer am Start.

Gründe gibt es einige: die zusätzliche Belastung für die Fahrer, die fehlende Erholungszeit oder auch die fehlende Möglichkeit zur Abstimmung der Maschinen und Reifen wegen des zugunsten des Sprints gestrichenen Trainings. "Für mich waren diese Sprints nie eine gute Idee. Physisch und mental haben mich viele der Sprints mehr ausgelaugt als die langen Rennen", meinte etwa Fabio Quartararo, der Weltmeister von 2021.

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