Wolff: "Die Formel 1 für die Zukunft aufstellen"

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Die Formel 1 rüstet sich für die Ära nach Bernie Ecclestone.

Der Chefvermarkter wird im August 86 Jahre alt und soll kurz vor der Entmachtung stehen.

"Manche mögen glauben, dass sie vielleicht unsterblich sind, und dass die Performance die gleiche bleibt. Man hat aber eine große Verantwortung für den Sport und da zählt es auch, den Sport richtig für die Zukunft aufzustellen", kündigt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff kürzlich im Interview der "DPA" an.

"Früher oder später müssen alle in Rente gehen"

"Du musst als Chef generell für deine Mitarbeiter und dein Umfeld berechenbar sein. Irrationalität und übertriebene Emotionalität haben in keinem Job einen Platz. Die Zeiten verändern sich, wir leben in einer digitalen Welt und alle paar Tage irgendeine Schlagzeile herauszuschleudern, ohne darüber nachzudenken, ist sicher nicht der richtige Weg", erklärt Wolff.

"Ecclestone ist sehr gut in den Verhandlungen, aber früher oder später müssen wir alle in Rente gehen. Und wenn es soweit ist, sollten wir alles überdenken und eine stabilere Formel 1 aufbauen. Mit einer richtigen Struktur", meint Fiat-Boss und Ferrari-Patron Sergio Marchionne.

Lauda und Berger heiße Kandidaten

Ecclestones Nachfolge soll allerdings nicht an eine Person gebunden sein, immer wieder ist von einem geplanten Triumvirat an der Spitze der Formel 1 zu hören.

"Wenn wir an die sportliche Seite denken, dann ist für mich Niki Lauda einer der heißesten Kandidaten", bringt Helmut Marko dabei seinen prominenten Landsmann ins Spiel. Der dreifache Weltmeister Lauda ist Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Formel-1-Teams und zusammen mit Wolff seit 2013 hauptverantwortlich für den aktuellen Erfolg beim deutschen Weltmeister-Team.

Mit Ex-Pilot Gerhard Berger war in den vergangenen Jahren ein weiterer Österreicher immer wieder als möglicher Ecclestone-Nachfolger ins Spiel gebracht worden. Der gut vernetzte Tiroler hat bisher aber stets abgewunken.

Wolff hat einen Plan

Auch der Name Wolff dürfte fallen, sollte Ecclestone einmal abtreten. Der Anteilseigner an der Mercedes-Benz-Grand-Prix Ltd. und neben dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen Mitbesitzer einer Fahrer-Managementagentur verfolgt einen Masterplan für seine Laufbahn als Funktionär. "Den Plan habe ich, aber über den zu sprechen, ist es zu früh", beteuert er. "Die Rolle bei Mercedes macht mir Spaß."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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