GP von Österreich: Große Pläne dank neuer Führung

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Was in Spanien erstmals spürbar war, soll auch für den Grand Prix von Österreich (7.-9. Juli) gelten: Die Formel 1 will ihre Fans zurück.

Unter der neuen Führung von Liberty Media zeichnet sich Stück für Stück eine Öffnung des Sports nach außen ab. Sehr zur Freude der Organisatoren des Rennens am Red Bull Ring.

"Es kommen von Rennen zu Rennen neue Ideen", schwärmt Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko und gibt Einblick in die Pläne für das Gastspiel der Königsklasse in der Steiermark.

Deutliche Kritik an Ecclestone

Aus Sicht von Marko war die Neu-Übernahme der Formel 1 durch den US-Medienkonzern quasi ein Dosen-Öffner, um eine Vielzahl von längst geplanten Vorhaben rund um das Renn-Wochenende im Murtal umzusetzen.

"Wir haben Ideen gehabt, die aber nicht durchführbar waren, weil sie verhindert wurden", kritisert er die alte Führung um Bernie Ecclestone scharf. "Es ist jetzt nicht mehr ein von oben herab oktroyiertes Geschehen, sondern ein Miteinander, um das gesamte Event attraktiver zu machen."

Liberty-Boss persönlich in Spielberg

Ein Zeichen des Miteinanders setzte Liberty in Person von Marekting-Chef Sean Bratches, der sich persönlich am Red Bull Ring von den Möglichkeiten ein Bild machte.

"Wir haben ihm eine Liste von Ideen präsentiert und innerhalb einer Stunde waren alle zehn Punkte abgehakt", freut sich Marko über die wesentlich bessere Zusammenarbeit als in den letzten Jahren. 

VIDEO: Fans und Feste in Spielberg: 

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Dabei ging es sowohl um die Promotion des Rennens, als auch um zuschauerfreundlichere Rahmenbedingungen. "Diese Treffen gehen noch weiter, die Projekte werden permanent mehr", erklärt Marko. Zudem habe Liberty einige Ideen aus Österreich aufgenommen, um sie möglicherweise auch bei anderen Rennen umzusetzen.

Legenden-Rennen wird größer

"Es ist eine andere Atmosphäre und Stimmung. Gleichzeitig wird auch sehr intensiv über neue Regularien auf der technischen Seite bzw. auf der Motoren-Seite, als auch über die Finanzen gesprochen."

Wie schon in den letzten Jahren werden auch diesmal die Legenden der Formel 1 in Spielberg eine Rolle spielen. Allerdings sollen die historischen Boliden mehr Aufmerksamkeit bekommen. "Es gibt einen besseren Zeitrahmen für die Legenden-Parade und mehr Zugang zum Publikum, das die Möglichkeit hat, die Autos nicht nur anzuschauen, sondern auch anzugreifen." 

Welche Helden von einst sich auf die Strecke wagen werden? "Das ist noch ein Staatsgeheimnis", lächelt Marko, der sich aber selbst die Chance nicht nehmen lässt, in einem Porsche 917 - jenes Auto, mit dem er die 24 Stunden von Le Mans 1971 gewann - ein paar Runden zu drehen.

Mehr für Camper: "Das sind die echten Fans"

Ein weiterer Fokus liegt darauf, den Camping-Bereich rund um die Strecke aufzuwerten. "In den 70er-Jahren hat es eine große Caravan-Area gegeben. Dieses Gefühl, direkt neben der Strecke zu campen, nimmt auf Strecken wie in Spa wieder zu. Die Camper sind ja die richtigen Fans und kommen über einen längeren Zeitraum", so Marko. Entsprechende Verbesserungen bei Dusch- und Toilettanlagen wurden bereits vorgenommen.

Neben den bisher bekannten Plänen, wie dem Public-Pit-Lane-Walk, ausgedehnten Autogrammstunden mit allen Fahrern oder einem erneuerten Merchandising-Bereich darf man auf weitere Attraktionen gespannt sein. In Spanien haben die Liberty-Bosse mit Aktionen wie einer Seilbahn über die Strecke und das Paddock oder Fahrten mit den Minardi-Doppelsitzern erste Akzente gesetzt und gezeigt, in welche Richtung es gehen kann.

Aufgrund des spannenden WM-Kampfs zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel hat der Ticket-Verkauf in Spielberg im Vergleich zum Vorjahr schon jetzt deutlich angezogen. "Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt im Vergleich zum Vorjahr ungefähr über dem Dreifachen", sagt Marko. Besonders hoffen die Veranstalter auf das Kommen vieler Familien. Aus diesem Grund haben alle Kinder bis 14 Jahren in Begleitung freien Eintritt.

Die Formel-1-Fans haben in Spielberg ihren Spaß. Die besten Bilder:

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Textquelle: © LAOLA1.at

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