Red Bull in zweiten Spa-Training voran

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Nachdem Mercedes im ersten freien Training zum GP von Belgien den Ton angegeben hatte, schlägt Red Bull Racing in der zweiten Trainingssession zurück. 

Max Verstappen setzt sich in 1:48,085 Minuten vor seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg im Force India durch. Dahinter landen Sebastian Vettel (Ferrari) und Sergio Perez (Force India).

Die beiden Mercedes-Piloten Nico Rosberg (6.) und Lewis Hamilton (13.) legen es auf Longruns an und spulen insgesamt jeweils 30 Runden ab.

Weitere Strafe für Hamilton

Beim Auto des Weltmeisters wird vor dem zweiten Training erneut die Power Unit gewechselt. Damit erhöhte sich die Zahl der eingesetzten Antriebseinheiten im Mercedes des 31-jährigen Briten auf sieben, fünf sind in einer Saison erlaubt.

Der WM-Spitzenreiter muss im Rennen am Sonntag damit um 30 Plätze zurück. Möglicherweise werden die Silberpfeile auch im Training am Samstag noch eine neue Antriebseinheit ausprobieren. Auf die Startposition des dreimaligen Weltmeisters hat das dann aber keinen Einfluss mehr.

Auch Fernando Alonso fasst eine saftige Strafe aus. Auch beim McLaren-Piloten musste die komplette Power Unit nochmals wechseln, was eine Startplatzstrafe von 35 Plätzen zur Folge hat.

Weg frei für Rosberg?

Durch Hamiltons Strafversetzung könnte der Weg frei für seinen Teamkollegen sein. Rosberg mahnte aber schon am Donnerstag und erinnerte an das Resultat beim Deutschland-Rennen, wo er hinter Sieger Hamilton sowie Ricciardo und Verstappen Vierter geworden war. Zudem waren es die beiden Red-Bull-Piloten, die in dieser Saison als einzige die Pole- und Siegdominanz der Silberpfeile durchbrechen konnten: Verstappen holte sich in Barcelona den Sieg, Ricciardo in Monte Carlo die Pole.

Vor allem Verstappen dürfte doppelt motiviert sein. Belgische Zeitungen riefen bereits die "Max Mania" aus, die Veranstalter sprechen vom "Max Effekt".

Rosberg konnte noch nie auf dem legendären und mit 7,004 Kilometern längsten Kurs im Rennkalender gewinnen. Der 19-malige Grand-Prix-Sieger will auch diesen Bann brechen und seinen 19-Punkte-Rückstand auf Hamilton im Klassement mindestens verringern.

Cockpitschutz Halo im Test

Im ersten Training fuhr der Deutsche trotz Cockpitschutz Halo am Boliden die Bestzeit, 0,730 Sekunden vor Teamkollege Hamilton. Neben Mercedes waren Red Bull, Toro Rosso und Force India mit dem Cockpitschutz unterwegs. "Ein paar Runden reichen erstmal aus, um es ein bisschen zu verstehen", meinte Rosberg.

Er unterstütze massiv eine Verbesserung der Sicherheitsstandards im Kopfbereich der Fahrer, so der Mercedes-Pilot. "Ich denke, von allen Strecken ist Spa eine der besten, um es zu testen mit all den Auf- und Abstiegen", betonte Nico Hülkenberg (Force India) mit Blick auf mögliche Sichteinschränkungen für die Fahrer.

Starke Vorstellung von Wehrlein

Im Training am Nachmittag wurde Rosberg Sechster, der dreimalige Weltmeister und 49-malige Grand-Prix-Gewinner Hamilton hielt sich etwas zurück. Der Brite begnügte sich mit Platz 13.

Eine starke Vorstellung im zweiten Training zeigte Pascal Wehrlein. Nachdem sein neuer Manor-Teamkollege Esteban Ocon am Morgen über eine Sekunde schneller gewesen war, kam der 21-jährige DTM-Champion von 2015 auf den elften Rang und war nun seinerseits fast eine Sekunde schneller als sein französischer Kollege.

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