Hamilton: "Ich will noch intensiver leben"

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Lewis Hamilton polarisiert.

Auf der einen Seite gibt es die Fans, die dem dreifachen Weltmeister und Star der Königsklasse zu Füßen liegen. Auf der anderen die Kritiker, die ihm aufgrund seines extravaganten Lebensstils fehlende Arbeitsmoral vorwerfen.

Der Mercedes-Pilot führt abseits des Motorsports ein ausschweifendes Jetset-Leben und stellt dieses ausgiebig in den sozialen Netzwerken zur Schau.

Egal, ob beim Skifahren mit Lindsey Vonn in Colorado, beim Feiern mit Paris Hilton in Hongkong oder bei der New York Fashion Week an der Seite von Supermodels – Lewis Hamilton ist mittlerweile auf den Roten Teppichen genauso zuhause wie auf den Rennstrecken dieser Welt.

Wird er seinem Lebensstil Tribut zollen?

Seine Auftritte im Rampenlicht an der Seite der Stars und Sternchen und die Zurschaustellung seines Luxus-Lebens sind ein gefundenes Fressen - nicht nur für die Klatschpresse.

"Letztes Jahr hat er zwischen den Rennen getweetet, dass er hier und dort war, und ich dachte mir: 'Verdammt, das würde mich verrückt machen'", erinnert sich Damon Hill an die Zeit nach Hamiltons Titelgewinn 2015, den er durchaus exzessiv feierte.

"Es klingt verrückt zu hinterfragen, ob Lewis einen weiteren Titel gewinnen kann, aber man muss sich fragen, ob er genug Energie hat", gibt David Coulthart im „Mirror“ zu bedenken und wirft die Frage auf: "Wird er seinem Lebensstil dieses Jahr Tribut zollen?"

Kritik von Mentor Ron Dennis

Geht es nach McLaren-CEO Ron Dennis, der als Entdecker Hamiltons gilt und ihn 2007 in die Formel 1 brachte, ist der Weltmeister mit seiner Herangehensweise auf dem Holzweg. "Wäre er noch bei McLaren, dann würde er sich nicht so verhalten, denn das hätten wir ihm nicht erlaubt. Es gibt Dinge, die hier nicht akzeptabel wären“, so Dennis.

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Der 68-Jährige versuchte Hamilton schon in dessen GP2-Zeit zu beeinflussen. „Ich erinnere mich zurück an 2005/2006. Da hatte ich lange Haare, wie ein Afro. In Monaco kam Ron in die Startaufstellung und sagte mir, dass ich was mit meinen Haaren machen muss. Ich habe ihn gefragt, was ihn meine Haare angehen“, erzählt der Brite gegenüber „Autobild“.

Was mit einem Afro begann, setzte sich nach der Trennung von seinem Vater als Manager mit Tätowierungen fort. „Ich habe einfach Sachen gemacht, die ich tun wollte“, sagt Hamilton, der den Wechsel von McLaren zu Mercedes als finalen Schritt in seinem „Selbstfindungsprozess“ bezeichnet.

"Bester Weltmeister aller Zeiten"

„Wir haben einfach tolle Menschen im Team. Niki (Lauda, Anm.) ist ein supercooler Teil dieser Mannschaft, der einen so leben lässt, wie man ist. Er vertritt die Meinung, dass man die besten Ergebnisse abliefert, wenn man sich selbst treu bleibt. Toto (Wolf, Anm.) denkt genauso.“

Auch in Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat Hamilton einen Unterstützer gefunden. Für den Briten ist sein Landsmann vermarktungstechnisch gesehen der "beste Weltmeister aller Zeiten".

Hamilton selbst lassen die Diskussionen um seine Person kalt. „Ich denke nicht wirklich viel über mein Image nach. Es ist doch gut, wenn ein Charakter einzigartig ist. Es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die denken, dass sie sich anpassen müssen, um akzeptiert zu werden“, sagt er gegenüber „Autobild“.

Die Zeiten, in denen sich Hamilton anpasste, sind definitiv vorbei. Heute gilt er mit seinen Tattoos und ständig wechselnden Frisuren als Paradiesvogel unter den Formel-1-Piloten, viele meinen sogar, er sei die einzige Persönlichkeit unter den Fahrern.

"Vielleicht wird meine Formel-1-Karriere früher zu Ende sein, als man ahnt. Ich will dann zurückschauen und sagen, dass ich sie am Maximum gelebt habe“.

Der Weltmeister will hingegen einfach nur „den Moment genießen“. Denn: "Vielleicht wird meine Formel-1-Karriere früher zu Ende sein, als man ahnt und ich will einfach sicherstellen, dass ich dann zurückschaue und sagen kann, dass ich sie am Maximum gelebt habe“.

In der Vergangenheit sei sein Leben oft zu strikt und zu ernst gewesen, alles drehte sich um den Beruf, sein soziales Leben bezeichnete er als „armselig“. Heute gilt der 31-Jährige als Lebemann. Dieses Image will Hamilton auch so schnell nicht ablegen.

"Statt runter vom Gas zu gehen, will ich sogar noch intensiver leben. Ich will nicht als alter Mann zurückblicken mit dem Gefühl, dass ich im Leben leider vieles verpasst habe“, sagt der Mercedes-Pilot. „Der beste Fahrer zu sein und gleichermaßen das Leben abseits der Strecke zu genießen, darum geht es doch!"

Privatjet, Luxus-Urlaub, Party mit den Stars und Sternchen. The fabulous life of... Lewis Hamilton:

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"Nicht durch Glück dreimal Weltmeister"

Die Formel 1 steht für Hamilton, der kürzlich in einer Mini-Nebenrolle im Kinofilm Zoolander 2 mitspielte, aber immer an erster Stelle. "Das ist es, was ich am besten kann. Ich bin nicht durch Glück dreimal Weltmeister geworden", betont er die harte Arbeit, die hinter seinen Erfolgen steckt.

Nachdem er im Vorjahr seinen dritten WM-Titel nach 2008 und 2014 fixierte, musste er sich in den letzten drei Saisonrennen allerdings Teamkollege Nico Rosberg geschlagen geben. Auch die Saison 2016 begann trotz zweier Pole Positions ohne Sieg. "Eines ist klar: Ich habe schon Schlimmeres überstanden", beteuert Hamilton.

 

Hamilton agiert mit der Gelassenheit eines dreifachen Champions. Das kommt zwar nicht bei jedem gut an, doch der Engländer bleibt sich in allen Lebenslagen treu.

Daniela Kulovits


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