Jetzt ist Hinteregger gefordert

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Es hat ein Ende. Die Zukunft von Martin Hinteregger ist geklärt. Vorerst. Der 23-Jährige verlässt Red Bull Salzburg und wird im Frühjahr an Borussia Mönchengladbach verliehen. Sollte der deutsche Bundesliga-Klub die Kaufoption im Frühjahr ziehen, wird eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro fällig. Damit wäre der Innenverteidiger nicht nur der teuerste Österreicher, sondern gleichzeitig auch der teuerste Neuzugang der Gladbach-Geschichte. Aber hallo.

Für Salzburg ein Traum-Szenario. Sie verkaufen einen Spieler für sehr viel Geld, der ihnen im Herbst viel mehr Sorgen als Freude bereitete. Sie wollten ihn zu einem vernünftigen Preis abgeben und Ruhe haben. Paulo Miranda war schon gegen Ende der Herbstsaison auf der Höhe, Duje Caleta-Car ist der nächste in der Entwicklungs-Kette. Und auch für Hinteregger ist es ein Traum-Szenario. Denn dieser Schritt war längst überfällig. Red Bull fließt zwar laut ihm selbst in seinen Adern, aber noch ein Jahr in Österreich und seine Entwicklung hätte wohl weiter stagniert. Der Herbst war ein verlorener, aber das Frühjahr ist nun das Wichtigste seiner Karriere.

Wird sich Hinteregger in Gladbach durchsetzen?

Hinteregger ist nach seinen Eskapaden in den vergangenen Monaten absolut gefordert. Zum einen, weil er nun die große Chance hat, in der Weltmeister-Liga Fuß zu fassen. Zum anderen natürlich wegen der EURO. Hintereggers Leistungen waren im Herbst nicht EM-reif, wie man etwa auch gegen die Schweiz sah. Will der Sirnitzer gegen Ungarn, Portugal und Island in der Startaufstellung stehen, muss die Leistungskurve wieder nach oben zeigen. Der Linksfuß hat bei Gladbach gute Chancen zu spielen, weil mit Alvaro Dominguez und Tony Jantschke noch immer zwei Spieler auf seiner Position verletzt ausfallen. In Salzburg hat er außerdem schon unter Beweis gestellt, zu was er in Top-Form fähig ist.

Auch im Kopf muss Hinteregger nun in Top-Form agieren. In Österreich wird über eine Nacht im Trainingszentrum noch eher gelächelt als in Deutschland. Der Slogan „Das ist eben der Hinti!“ wurde in Salzburg über die Jahre geprägt und über seine eigenwillige Art hinweggesehen. In Deutschland interessiert das keinen. Für ihn startet die Stunde null. Top-Professionalität ist gefragt. Dann kommen auch wieder die Top-Leistungen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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