Vernichtender Bericht zu Wörtherseestadion

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Der Rechnungshof nimmt das Wörtherseestadion auseinander.

Laut einem noch nicht öffentlich gemachten Bericht, den der "ORF" zitiert, kostete die Arena dem Steuerzahler 95,8 Millionen Euro. Das sind um 43 Prozent (28,8 Mio. Euro) mehr als ursprünglich geplant. 35,8 Mio. hat das Land Kärnten beigesteuert, den Rest der Bund und die Stadt Klagenfurt.

Als einen der Hauptgründe für die Kostenüberschreitung nennt der Landesrechnungshof den nicht umgesetzten Rückbau auf 12.000 Plätze.

Rückbau hätte Geld gespart

Das für die EURO 2008 errichtete und von Jörg Haider initiierte Stadion bietet nach wie vor 32.000 Zusehern Platz. Seit der EM gab es aber lediglich zehn Veranstaltungen, die von mehr als 18.000 Fans besucht wurden.

Selbst wenn die Arena fünf Mal im Jahr ausverkauft wäre, würden die Kosten noch immer um rund 350.000 Euro höher liegen, als bei einem auf 12.000 Sitzplätze rückgebauten Stadion.

Aktuell spielt Regionalligaklub Austria Klagenfurt im Wörtherseestadion. Bei den Heimspielen verirren sich aber gerade einmal 200 bis 500 Zuseher in die Arena.

Doch nicht nur die Vorgänge rund um das Stadion wirken kurios, auch der nun fertiggestellte Bericht mutet seltsam an. Der Landesrechnungshof erhielt 2009 den Auftrag zur Prüfung - und benötigte sieben Jahre für den Bericht.

Die Landesregierung kann bis 15. September zum Bericht Stellung nehmen. Politische Konsequenzen für die Steuerverschwendung dürfte es aber ohnehin keine geben.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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