Baumgartlinger: Kein Aktionismus als Kapitän

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In Tiflis begleitete Julian Baumgartlinger erstmals in seiner Funktion als neuer ÖFB-Kapitän Teamchef Marcel Koller zur offiziellen Abschluss-Pressekonferenz.

"Diese Quali ist ein kleiner Reset für uns. Wir sind bereit für die neue Aufgabe. Deswegen freue ich mich stellvertretend für die Mannschaft, dass es wieder los geht und wir unser Quali-Gesicht zeigen können", erklärt der Leverkusen-Legionär.

Der Nachfolger von Christian Fuchs als Spielführer hat intensive Tage hinter sich.

Dass er unter der Woche seinen Einstand bezahlen musste, sei zwar ebenfalls "spürbar anders" gewesen, wie er schmunzelnd zu Protokoll gibt, jedoch beileibe nicht die einzige Änderung für ihn persönlich in diesem Nationalteam-Camp.

Kein Aktionismus

"Es ist definitiv so, dass ein, zwei Aufgaben - sei es in der Kommunikation mit dem Trainer-Team, aber auch in der Mannschaft - dazukommen. Ein Team lebt davon, dass man viel miteinander spricht und ein erfolgreiches Team noch mehr. Das war in dieser Eingewöhnungsphase in diesen vier Tagen schon wichtig", berichtet Baumgartlinger.

Aufzuarbeiten gab es mit der missglückten EURO-Teilnahme, über die öffentlich nicht mehr zu viel gesprochen werden soll, bekanntlich auch einiges.

"Ich glaube, das ist ein guter Weg und tut der Mannschaft einfach nur gut, wenn wir viel miteinander kommunizieren, und ich als Kapitän das anleite", sieht sich der 28-Jährige als Initiator dieser Gesprächs-Kreise.

Es wäre keine Überraschung, wenn Baumgartlinger sein Amt als aktiver Kapitän anlegen würde, der potenzielle Problemfelder lieber gestern als heute aus dem Weg räumt. Das Rad komplett neu zu erfinden, gilt es im ÖFB-Team jedoch auch nicht, wie der Mittelfeldspieler nach seiner ersten Woche in dieser Funktion resümiert:

"Ich glaube, das Geheimnis ist, nicht zu viel anders machen zu wollen und nicht aus reinem Aktionismus irgendetwas ändern zu wollen. Es gibt punktuell Dinge, die man immer beeinflussen kann und die als Kapitän auch wichtig sind. Aber speziell was die Leistung am Platz angeht und die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, war die zum größten Teil sehr gut und erfolgreich. Da brauche ich als Kapitän nicht viel ändern wollen. Das wäre der falsche Schritt."

Auswärts das "Quali-Gesicht" zeigen

Sehr gut und erfolgreich bezieht sich logischerweise mehr auf die vergangene Qualifikation als auf die bei der EM gezeigte Performance. Deswegen auch die Forderung Baumgartlingers, ab sofort wieder das "Quali-Gesicht" zu zeigen.

Wie dieses konkret aussieht, liegt auf der Hand: "Für die EM-Quali hatten wir uns vorgenommen, auswärts effektiv zu sein und zu punkten, was uns hervorragend gelungen ist. Das nehmen wir uns auch für diese Qualifikation vor."

Am Weg nach Frankreich blieb Österreich in der Fremde sogar ohne Punkteverlust. Dieses Kunststück ist wohl nur schwer wiederholbar, ein voller Erfolg in Georgien würde jedoch viel Druck von der ÖFB-Elf nehmen. Dass die Aufgabe in Tiflis eine unangenehme st, ist jedoch jedem im rot-weiß-roten Lager bewusst.

Baumgartlinger: "Georgien ist ein sehr kompakter und unangenehmer Gegner, der zuletzt nicht nur mit guten Leistungen, sondern auch mit guten Ergebnissen aufgezeigt hat. Wir sind auf jeden Fall gewarnt und wissen, dass wir wirklich in beide Richtungen - offensiv wie defensiv - sehr konzentriert und effektiv sein müssen. Nur so kann man in die Erfolgsspur zurückfinden."

Peter Altmann



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