Fuchs über Leicester: "Es ist ein Traum"

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Christian Fuchs zählt zu jenen Nationalspielern, die zurzeit mit ihren Vereinen auf der Erfolgswelle schwimmen.

Dass der ÖFB-Kapitän jedoch mit Underdog Leicester nach dem Titel in der Premier League greifen würde, hat niemand erwartet - auch der Linksverteidiger selbst nicht.

"Es ist ein Traum. Wenn man nicht bei einem der größeren Vereine spielt und trotzdem die Liga ein bisschen aufmischen kann und vorne mitspielt, ist das etwas ganz Tolles", freut sich der 29-Jährige.


"War mir sicher, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben"

Zurzeit staunt ganz Fußball-Europa über den Höhenflug des Außenseiters, der in der vergangenen Spielzeit beinahe abgestiegen wäre.

"Es ist natürlich unbeschreiblich", findet Fuchs, "ich persönlich habe damit auch nicht gerechnet, weil Leicester im letzten Jahr erst mit dem tollen Lauf am Ende den Klassenerhalt geschafft hat. In der Vorbereitung habe ich natürlich schon gesehen, dass Qualität in der Mannschaft steckt. Ich war mir auch sicher, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden, aber dass es sich so entwickelt, ist ein Traum."

Der Meister-Traum diverser ÖFB-Kicker

Diesen Traum vom Meistertitel leben derzeit einige ÖFB-Kicker. Marc Janko und sein FC Basel sind in der Schweiz angesichts von 14 Punkten Vorsprung bei einer Partie weniger kaum noch einzuholen.

Aleksandar Dragovic liefert sich mit Dynamo Kiew ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Shakhtar Donetsk und darf sich derzeit über drei Punkte Vorsprung für den Titelverteidiger freuen.

Die Aussichten von David Alaba, die nächste Meisterschaft mit dem FC Bayern einzufahren, könnten angesichts von fünf Zählern Vorsprung auf Borussia Dortmund schlechter sein.

Und sollte Leicester mit Fuchs doch noch die Luft ausgehen, ist Kevin Wimmer mit Tottenham der erste Kandidat, den Titel zu erben.

"Ich hoffe natürlich, dass jeder Meister wird"

"So soll es weiter gehen! Ich hoffe natürlich, dass jeder Meister wird", meint "Serien-Meister" Dragovic, der bereits vier Titel (drei mit Basel, einen mit Kiew) im Lebenslauf stehen hat.

Für das Nationalteam ist es tendenziell kein Nachteil, wenn viele Kadermitglieder mit Selbstvertrauen anreisen. Auch Akteure, die mit ihren Teams nicht um die Meisterschaft fighten, haben zuletzt gute Form unter Beweis gestellt - stellvertretend seien Marko Arnautovic und Julian Baumgartlinger genannt.

"Es freut mich natürlich sehr, von den Mitspielern zu hören, dass sie überragende Leistungen im Klub zeigen", meint Arnautovic, der hofft, dass sich dieses Selbstvertrauen zusätzlich positiv auf das Nationalteam auswirkt.

Ein guter Faktor für das Nationalteam

Fuchs teilt diese Hoffnung, weiß jedoch angesichts der jüngeren Vergangenheit, dass der Ist-Zustand beim Verein nicht zwingend ausschlaggebend für die Performance im ÖFB-Dress ist. Schon öfters hat Teamchef Marcel Koller trotz Formtiefs an Schützlingen festgehalten, die sich mit guten Leistungen für dieses Vertrauen bedankten.

"Ich denke, wir müssen viel mehr jene Spieler, die nicht gut drauf sind, mitnehmen."

Marko Arnautovic

"Es ist natürlich ein guter Faktor, wenn jemand mit positiven Erfahrungen vom Verein zum Nationalteam kommt. Aber das war auch schon anders. Das Nationalteam war dann immer ein kleines Auffangbecken, in dem sich jeder wohl gefühlt hat, auch wenn er beim Verein nicht so gute Zeiten hatte. Aber natürlich: Je mehr Erfolg wir beim Verein haben, desto besser ist es für jeden einzelnen und auch für das Nationalteam", weiß Fuchs.

Der Niederösterreicher zählte während seiner holprig verlaufenen Schlussphase bei Schalke 04 selbst zu jenen, die stets in der Wohlfühl-Oase ÖFB-Team Kraft und Energie tanken durften.

Wichtige Botschaft von Arnautovic

Bei all dem Trubel über die aktuellen Erfolge einzelner Teamspieler dürfe dies auf keinen Fall verloren gehen, wie Arnautovic mit Nachdruck festhält:

"Es ist gut, wenn Spieler gut drauf sind. Aber ich denke, wir müssen viel mehr jene Spieler, die nicht gut drauf sind, mitnehmen, weil die auch zu unserer Mannschaft gehören und glücklich sind, wenn sie im Nationalteam sind und sich hier zeigen können."

Worte, die für den aktuellen Teamgeist in der ÖFB-Elf sprechen.

Es müsste schon einiges schief gehen, wenn im Mai nicht diverse Teamspieler mit einer Meisterfeier in den Knochen die unmittelbare Vorbereitung auf die EURO aufnehmen würden.

Können LAOLA1-User Fuchs stoppen?

Fuchs ist sich seiner Meister-Sache jedoch noch nicht zu sicher: "Es sind immer noch sieben Spiele. Fünf Punkte sind nicht der große Polster. Das kann schnell aufgebraucht sein, wenn man sich ein paar Ausrutscher leistet. Wie im Nationalteam denken wir von Spiel zu Spiel, geben Gas und probieren ganz einfach unsere beste Leistung zu bringen."

Derzeit spricht jedoch einiges dafür, dass 2016 für den Niederösterreicher mit der EURO und dem Sensations-Triumph auf der Insel zu einem unvergesslichen Jahr werden könnte.

Er hätte sicher nichts dagegen, wenn LAOLA1-User für seine größte Niederlage in diesem Jahr verantwortlich wären. Derzeit läuft bekanntlich das Voting zur "Fuchs-Challenge". Ihr entscheidet, welche User sich Fuchs zum Elfmeter-Duell stellen dürfen.

Hier geht es zur aktuellen Abstimmung:


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