Das spricht für Barcelona, Atletico und Real

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Während die restlichen Top-Ligen Europas bereits entschieden sind, herrscht in La Liga Hochspannung.

Der Titel-Kampf in Spanien wird zum Nerven-Krimi bis zur letzten Sekunde. Zwei Runden vor Schluss trennt den FC Barcelona, Atletico Madrid und Real Madrid nur ein einziger Punkt. Der Saison-Verlauf der einzelnen Teams hätte nicht unterschiedlicher sein können - und trotzdem ist zwei Spiele vor Schluss alles offen.

LAOLA1.tv zeigt die Spiele der "großen Drei" am Sonntag um 17 Uhr im LIVE-STREAM:

>>> FC Barcelona gegen Espanyol Barcelona <<<

>>> UD Levante gegen Atletico Madrid <<<

>>> Real Madrid gegen FC Valencia <<<

LAOLA1 nennt drei Gründe für jeden Klub, warum genau diese Mannschaft den Titel holen wird:

1) Das Restprogramm

Die Katalanen haben auf dem Papier klar das leichteste Restprogramm zu absolvieren. Mit Espanyol Barcelona und Granada trifft die Truppe von Coach Luis Enrique auf den 14. und den 16. der Tabelle. Atletico muss neben Schlusslicht Levante gegen Überraschungsteam Celta Vigo (6.) ran, Real Madrid bekommt es mit Valencia (9.) und Deportivo La Coruna (15.) zu tun. Fahrlässig darf Barca aber nicht werden - im Derby mit Espanyol setzte es im ersten Saisonduell nur ein maues 0:0. Beklagen kann sich der Spitzenreiter über die zwei verbleibenden Gegner trotzdem nicht.

2) Keine Doppelbelastung

Während die beiden Madrider Klubs unter der Woche in den Halbfinal-Rückspielen der Champions League über 90 Minuten gehen mussten, konnten die "Blaugrana" entspannen. Zwar ist es jedem Fußballer der Welt lieber, im Mai viele Spiele zu absolvieren - weil es bedeutet, dass man in vielen Bewerben vertreten ist - hinsichtlich Fitness schadet eine Verschnaufpause am Ende einer langen Saison keinesfalls. Barcelona kann sich voll und ganz auf die Liga konzentrieren, die oftmals zitierte "Doppelbelastung" fällt weg.

3) Luis Suarez

Mit einem Stürmer in dieser Form sind die Katalanen eigentlich kaum zu besiegen. Neun Tore in den letzten drei La-Liga-Spielen - darunter vier Doppelpacks - ergeben mit drei Assists unfassbare 12 Scorerpunkte in drei Partien. Da können selbst Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo nur staunen. Insgesamt spielt der 29-jährige Uru eine sensationelle Saison. 35 Treffer und 18 Tor-Vorlagen verbuchte er in 33 Liga-Einsätzen, damit führt er die Torschützen- und Scorerwertung in Spanien an. Die Gegner müssten Barca wohl schon mindestens drei Tore einschenken, da Suarez ohenhin mindestens zwei Tore schießt oder vorbereitet.


1) Erfolgserlebnisse

Man kann über die Spielweise der "Colchoneros" sagen was man will - der Erfolg gibt ihnen recht. In La Liga feierte Atletico sechs Siege in Serie, dazu kommt das Hochgefühl des Halbfinal-Erfolgs gegen Bayern München. Solche Erfolgserlebnisse beflügen, an Selbstvertrauen dürfte es dem Hauptstadtklub also nicht fehlen. "Wenn es läuft, dann läuft es", lautet ein berühmter Spruch in Sportler-Kreisen. Manchmal kann man sich gar nicht erklären, wieso alles so leicht geht - Siege passieren einfach. Ähnlich dürfte es Atletico im Moment ergehen.

2) Antoine Griezmann

Der Mann ist gut! In den letzten elf Liga-Spielen erzielte der Franzose neun Tore, dazu bereitete er drei weitere Treffer vor. Nur in zwei Spielen trug er sich nicht in die Scorerwertung ein - ein starker Lauf. Immer wieder ist Griezmann zur Stelle, wenn Atletico ein Tor benötigt. Beeindruckend ist vor allem die Tatsache, dass der 25-Jährige nicht über mehrere kongeniale Offensiv-Partner verfügt, wie es bei Real oder Barcelona der Fall ist. Zudem ist Atletico nicht gerade bekannt dafür, offensive Feuerwerke abzuliefern. So gesehen gewinnen seine 31 Saisontore in 51 Partien (bewerbsübergreifend) noch einmal an Wert.

3) Der ultimative Underdog

Die Außenseiterrolle steht den Madrilenen äußert gut. Schon die ganze Saison lang richteten sich (fast) alle Augen auf Real Madrid und den FC Barcelona, die "Colchoneros" lieferten im Schatten der großen Zwei stets ab. Auch im heißen Saisonfinish wird sich daran nichts ändern. Medien und Fans spekulieren, ob Real den Katalanen den Titel nicht doch noch abluchst. Gut möglich, dass alle die Rechnung ohne Atletico machen - ohne großen Druck spielt es sich bekanntlich leichter.


 

1) Die Form

In der Liga feierte Real zuletzt zehn Siege am Stück, dazu gesellen sich die Erfolge in der Champions League. Nach dem schwachen Start unter Rafael Benitez pendelten sich die Leistungsschwankungen der "Königlichen" just zum richtigen Zeitpunkt der Saison ein. Zuletzt konnten die Madrilenen sogar knappe Spiele gewinnen, in denen es lange Zeit nicht nach einem Sieg ausgesehen hatte. So wird man Meister - sagt man zumindest.

2) Zinedine Zidane

Der Franzose hat bewiesen, dass er ein ernstzunehmender Trainer ist und einen großen Klub wie Real Madrid erfolgreich coachen kann. Auf seinen fulminanten Start als Trainer des Rekorsmeisters folgte eine kurze Schwächephase - sofort wurden Unkenrufe laut, Zidane habe noch nicht das Know-How oder die Erfahrung für einen Top-Klub. Doch der ehemalige Weltklassekicker arbeitete besonnen weiter und führte das "Weiße Ballett" zurück zum Erfolg. Besonders in der Champions League bewies er gegen Manchester City, dass er das Zeug zum großen Trainer hat. Eine solide Leistung auswärts, eine weitere gute Leistung zuhause. Ein Tor reichte schließlich für den Finaleinzug, der Erfolg war aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Zidane lernte aus dem Viertelfinal-Hinspiel in Wolfsburg und wollte nicht wieder im fremden Stadion ins offene Messer laufen. So sorgte er im ersten Duell mit ManCity für eine Überraschung, als er anstelle des verletzten Cristiano Ronaldo nicht Isco oder James Rodriguez aufbot, sondern den laufstarken Lucas Vazquez in die Startelf beförderte. Der Schachzug machte sich bezahlt, Zidane hat seine Feuertaufe bestanden. Selbst, wenn es am Ende nicht für einen Titel reichen sollte.

3) Torgefährlichkeit

Defense wins championships? Von wegen! Im Fußball kann man den aus dem US-Sport stammende Spruch kaum anwenden. Vor allem in Spanien dominiert die Offenive, Tore sind Pflicht, um oben mitzuspielen. Und in Sachen Tore liegt Real in dieser Saison ganz vorne. Mit 105 Treffern jubelten die Hauptstädter bislang einmal öfter als der FC Barcelona (104), obwohl deren Sturm-Trio Messi/Neymar/Suarez weit öfter auf dem Platz stand, als Reals von Verletzungen geplagtes Trio Bale/Benzema/Ronaldo. Und genau darin liegt der Unterschied. Die Katalanen wirken ohne "MSN" verunsichert, Real siegt auch ohne "BBC". Zuletzt fielen Benzema und Ronaldo aus, also richtete es Bale. Nun ist Bale (und vermutlich Benzema) zum Zusehen verdammt, also muss es CR7 richten. Und selbst wenn auch der Portugiese ausfallen sollte, verfügen die Madrilenen mit Isco, James, Vazquez und Jese über genug Torgefahr in den eigenen Reihen, um die Sensation vom 33. Meistertitel doch noch wahr zu machen.

 

Matthias Nemetz


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