Wie Stefan Ilsanker die deutsche Bundesliga rockt

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Eingewöhnungszeit? Brauchte Stefan Ilsanker nicht.

Nach nur zwei Spielen hat der österreichische Nationalspieler in der deutschen Bundesliga schon mächtig Eindruck hinterlassen. "Mentalitätsmonster", nannte ihn die "Leipziger Volkszeitung" nach seinem starken Auftritt gegen Borussia Dortmund.

Am 1:0-Sieg gegen den Vizemeister hatte der 27-Jährige mit einer bärenstarken Defensiv-Leistung großen Anteil. Nicht umsonst kürte ihn der "kicker" zum Spieler des Spiels.

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"Laufen und kämpfen ist mein Job", sagt Ilsanker gegenüber der "Leipziger Volkszeitung". "Und das kann ich immer, muss ich immer bringen. Für die kreativen Momente sind andere zuständig."

Damit passt der Ex-Salzburger perfekt zur pressingintensiven Spielweise der von Ralf Rangnick inspirierten Red-Bull-Schule. "Dass wir viel gegen den Ball arbeiten, das ist unser Ding", meint Coach Ralph Hasenhüttl, der seinen Schützling aufgrund der Freundschaft zu Papa Herbert schon ewig kennt.

Leider geigen momentan nicht viele Legionäre so auf wie Ilsanker. Die LAOLA1-Dreierkette spricht über den Fehlstart der österreichischen Fußballer im Ausland (Artikel wird darunter fortgesetzt).

 

Spielintelligenz zeichnet ihn aus

Es gibt nur wenige andere Spieler, die das Angriffspressing so sehr verinnerlicht haben wie Ilsanker. Der manchmal etwas hölzern wirkende Sechser glänzt nicht nur mit spektakulären Tacklings, wie im Dortmund-Spiel kurz vor der Pause gegen Pierre-Emerick Aubameyang (dafür gab es Sonderapplaus vom Publikum), sondern auch durch Spielintelligenz. Nicht umsonst kam er gegen den BVB auf sechs abgefangene Bälle - Topwert der Partie. 

Ein weiteres Plus des Defensiv-Spielers: Er wächst mit der Aufgabe. In Salzburg wurde ihm der Duchbruch zunächst nicht zugetraut. Erst nach einem Lehrjahr bei Mattersburg erkannte Roger Schmidt die Qualitäten des Abräumers. An der Seite von Kevin Kampl oder Christoph Leitgeb zeigte er, dass er mit seiner Zweikampfstärke auch auf Top-Level für Furore sorgen kann. 

Je besser der Gegner, umso besser Ilsanker

"Ich ziehe mich an Namen und Klasse hoch", meint Ilsanker, der bei der EURO gegen Portugal glänzte. Über seinen damaligen Gegenspieler Cristiano Ronaldo sagt er: "Der ist ein einziger Muskel und überall hart wie Beton. Hat Spaß gemacht gegen ihn."

Gut möglich, dass "Ilse" in dieser Saison auch noch gegen andere große Namen Spaß haben wird. Die Offensiv-Künstler der deutschen Bundesliga sollten sich vor ihm in Acht nehmen.

Jakob Faber

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