Glieder: "Schalke war das Schönste"

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Vor Schalke gegen Salzburg (Do., 19 Uhr) erinnert sich Edi Glieder an seine Zeit in Gelsenkirchen.

"Schalke war das Schönste, was ich in meiner Karriere erleben durfte", so der 47-Jährige, der in der Saison 2003/04 in 17 Partien auf zwei Treffer kam, in der "Sportzeitung".

"Ich habe noch viel Kontakt zu den Fanklubs im Pott", sagt der Ex-Stürmer, der Red Bull Chancen einräumt: "Warum nicht? Schalke ist ja alles andere als gut in die Saison gestartet. Man hat gesehen, dass man sie schlagen kann."

"Salzburg muss mutig sein. Oscar Garcia hat eine gute, junge, bissige Mannschaft zur Verfügung, die enormes Potenzial hat. Wenn sie sich etwas zutraut, dann ist einiges möglich - davon bin ich überzeugt."

Der Sensationstransfer von 2003

Glieder wechselte im Sommer 2003 von Pasching nach Schalke, nachdem sich beide Teams im damaligen UI-Cup-Finale (Schalke gewann in Pasching 2:0, zu Hause endete die Partie 0:0) gegenübergestanden waren. Es war ein Transfercoup, der durch den Paschinger Erfolgslauf im UI-Cup ermöglicht wurde.

Bei der Sensation im UI-Cup-Halbfinale gegen Werder Bremen - Pasching gewann zu Hause 4:0 (!) - traf Glieder zwei Mal.

Damals auch als "Edigoal" bekannt, hatte der gebürtige Steirer zu diesem Zeitpunkt bereits 15 Treffer in der noch jungen Saison auf dem Konto. Die damaligen Klub-Manager Stefan Reiter und Rudi Assauer fixierten in weiterer Folge die Leih-Variante für den Rest der Saison. 

"Er hat sich das tausend Mal verdient"

Bereits nach dem ersten Spiel im UI-Cup-Finale hatte es "eine lose Anfrage" von Assauer gegeben. Ein konkretes Angebot kam später. Reiter damals: "Wenn ihn Schalke wirklich will, werden wir Edi nichts in den Weg legen. Für das, was er für uns geleistet hat, hat er sich das mehr als tausend Mal verdient. Außerdem ist es eine Reputation sowohl für den Klub als auch für den gesamten Fußball des Landes, wenn ein Österreicher bei einem deutschen Spitzenklub spielt."

Heute ist Glieder Spielerberater
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Glieder, der für Austria Salzburg 152 Spiele (65 Tore) machte und elf Mal (2) für das ÖFB-Team auflief, wechselte und kam in eine andere Welt. "Unbeschreiblich, ich hab das noch gar nicht richtig realisiert", sagte er damals, nachdem er von 50.000 Zuschauern beim Tag der offenen Tür euphorisch empfangen wurde. Sein Trainer war damals Jupp Heynckes, seine Kollegen hießen Frank Rost oder Gerald Asamoah.

Schalke wurde am Ende der Saison Siebenter, Glieder traf beim 2:2 gegen den HSV und beim 3:0 gegen Freiburg. Zwar reichte es am Ende nicht zur Weiterverpflichtung, doch die Erinnerungen bleiben. Am Donnerstag wird er allerdings nicht auf Schalke live dabei sein.

"Eher nicht. Aber dafür freue ich mich umso mehr auf das Rückspiel in Salzburg. Da werde ich sicherlich das eine oder andere bekannte Gesicht wiedersehen. Vor allem auf Zeugwart Enrico Heil freue ich mich - der ist noch immer dabei (lacht)."

Glieder ist heute Spielerberater (bei Frank Schreier, Anm.), obwohl er auch schon Trainer war - unter anderem "Co" bei Adi Hütter in Grödig. "Ich habe schnell erkannt, dass er in diesem Job einfach besser ist als ich. Und zu Red Bull durfte er dann seine Assistenten nicht mitnehmen. Das war der zweite Fingerzeig und ich bin einen anderen Weg gegangen, aber die Arbeit macht mir enormen Spaß."


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