Wales weiter - Will Grigg nicht mehr on fire

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Wales steht im Viertelfinale der EURO!

Die Truppe von Teamchef Chris Coleman setzt sich im Achtelfinale mit 1:0 gegen Nordirland durch. In einer chancenarmen Partie avanciert Nordirland-Verteidiger Gareth McAuley zur tragischen Figur. Nach einer Flanke von Gareth Bale lenkt der 35-Jährige den Ball ins eigene Tor (75.).

Der Höhenflug Nordirlands geht damit zu Ende. Kultkicker Will Grigg wird erneut nicht eingewechselt und beendet die EM ohne einen Einsatz.


Bale mit einem "Assist"

Der Viertelfinal-Gegner wird am kommenden Freitag in Lille (21.00 Uhr) Belgien oder Ungarn heißen.

Die beiden Teams hatten schon mit dem Erreichen des Achtelfinales ihr bestes Abschneiden bei einem Kontinentalturnier geschafft. Für den noch größeren Erfolg zeichnete nicht Superstar Gareth Bale verantwortlich, sondern sein 36-jähriger Namensvetter McAuley, der in der 75. Minute bei einem Abwehrversuch Pech hatte.

Bale leistete aber immerhin die Vorarbeit zum entscheidenden Treffer. Aus eigener Kraft gab Wales nur einen Torschuss aus einem Freistoß ab.

Keine spielerischen Glanzlichter

Nordirland startete zielorientierter in die Partie als der etwas höher eingeschätzte Gegner. Stuart Dallas prüfte Torhüter Wayne Hennessey in der zehnten Minute erstmals mit einem Linksschuss. Wales kam nur schwer in die Gänge. Bei der besten Aktion in der ersten Hälfte traf Aaron Ramsey (19.) zwar aus nächster Nähe ins Tor, befand sich aber im Abseits, was auch dem englischen Schiedsrichter-Gespann um Martin Atkinson nicht entgangen war.

Bereits zur Halbzeit übte "ARD"-Experte Mehmet Scholl heftige Kritik am Spiel. Alle Infos dazu gibt es hier:

 

Hennessey durfte sich kurz darauf bei einem Schuss von Jamie Ward (22.) noch einmal auszeichnen. Beide Mannschaften gingen aggressiv ans Werk, spielerische Glanzlichter waren hingegen nicht zu bestaunen. Fast schon das Highlight aus der Sicht von Bale war, dass Gegenspieler Dallas in der 44. Minute nach einem Foul an dem Aushängeschild der Waliser die Gelbe Karte sah.

Am Bild der Partie änderte sich nach der Pause insofern etwas, als Wales etwas mehr Gefahr entwickelte.

Der größte Erfolg der Geschichte

In der 53. Minute hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch Sam Vokes setzte seinen Kopfball nach einem weiten Flanke von Ramsey knapp neben das Tor. Bale (58.) scheiterte von seiner Lieblingsposition per Freistoß an Michael McGovern. Der kommende ÖFB-Gegner in der anstehenden WM-Qualifikation war öfter am Ball, es fehlte aber durchgehend an der zündenden Idee.

Eine Viertelstunde vor Schluss schlug Bale von links eine scharfe Flanke zur Mitte, wo McAuley das Leder beim Versuch zu Klären ins eigene Tor schickte. Die finale Offensive der Nordiren, die selbst nur drei Torschüsse verzeichneten, brachte nichts mehr ein.

Die Waliser jubelten schließlich glücklich über den größten fußballerischen Erfolg der Verbandsgeschichte.

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