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Als Sturm-Kandidat Scherpen "Strafarbeit" leisten musste

Kjell Scherpen, Kandidat auf den Platz im Tor von Sturm Graz, musste einst seine "Jugendsünden" nach seinem Transfer zu Ajax originell abbüßen.

Als Sturm-Kandidat Scherpen Foto: © getty

19 Jahre alt war Kjell Scherpen, als er im Sommer 2019 für 1,5 Millionen Euro vom FC Emmen zu Ajax Amsterdam gewechselt ist.

Mit offenen Armen wurde der 2,06 Meter große Riese, der als neuer Torhüter beim SK Sturm Graz im Gespräch ist, von den Fans des niederländischen Traditionsvereins damals jedoch nicht empfangen.

Als 11-Jähriger äußerte sich Scherpen nämlich in sozialen Netzwerken nicht gerade freundlich über Ajax.

In späteren Interviews bezeichnete er ausgerechnet den großen Rivalen Feyenoord Rotterdam als Wunsch-Arbeitgeber.

Erinnerungen an Bart Simpson

Entsprechend protestierten die Fans ob dieser Jugendsünden. Ajax wiederum reagierte mit einer gelungenen PR-Aktion, die international mediale Beachtung fand.

Und zwar drehte man ein Video, in dem man Scherpen zur "Strafarbeit" in Bart-Simpson-Manier verdonnerte.

Der Goalie musste sich unter der Aufsicht von Geschäftsführer Edwin van der Sar, ein einstiger Weltklasse-Tormann, und Sportchef Marc Overmars in einem Klassenzimmer einfinden und immer wieder "Ajax ist der beste Klub der Niederlande" schreiben.

"Jetzt noch hundert Mal", forderte van der Sar schließlich laut auf den Tisch klopfend, ehe man Scherpens "Nachhilfe" mit folgender Einblendung beendet hat: "Kjell, willkommen beim besten Klub der Niederlande".

Um fünf Millionen Euro zu Brighton

Für Ajax bestritt der Tormann vier Pflichtspiele, ehe ihn Brighton im Sommer 2021 in die Premier League geholt hat. Seither folgten Leihen nach Belgien zu KV Oostende, in seine Heimat zu Vitesse Arnheim und nun möglicherweise zum amtierenden ÖFB-Cupsieger.

In der "Kleinen Zeitung" bestätigt Sturms Geschäftsführer Sport Andreas Schicker, dass sich die Grazer mit Scherpen beschäftigen: "Er bringt ein spannendes Profil mit. Wir sind mit ihm, aber auch mit anderen im Austausch."

In der Annahme, dass sich der potenzielle neue Keeper nie als GAK-Sympathisant geoutet hat, sollte man sich im Fall der Fälle beim Dreh des Transfer-Videos auf andere Inhalte konzentrieren können.

Die "Strafarbeit" von Scherpen bei Ajax im Video:

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