Kainz schließt Wechsel im Sommer nicht aus

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"Es kann alles passieren. Ich habe noch Vertrag bis nächstes Jahr", schließt Florian Kainz einen Wechsel schon in diesem Sommer nicht kategorisch aus. "Mir geht es gut hier. Wenn es Angebote gibt, wird man sich die anschauen."

Doch auch eine Verlängerung wäre möglich. Damit beschäftigt sich der Assist-König der Liga (12 Torvorlagen) aber noch nicht. Viel mehr will er in den verbleibenden Runden noch Teamchef Marcel Koller überzeugen.

"Die EURO ist schon ein großes Ziel von mir", so Kainz.

Sein ÖFB-Debüt hatte Kainz im November im Test gegen die Schweiz (1:2) gegeben. Beim jüngsten Lehrgang stand er nicht im Aufgebot.

Teamchef Marcel Koller setzte mit Ausnahme von Austria-Torhüter Robert Almer ausschließlich auf Legionäre. Kainz will sich davon in seiner Zukunftsentscheidung nicht beeinflussen lassen. Sein Vertrag bei Rapid läuft bis 2017.

"Es ist schon ein großer Druck da"

Vorerst steht für Kainz einzig das Fußballerische im Mittelpunkt. "Für mich ist jetzt wichtig, dass ich bei Rapid meine Leistungen zeige und über Rapid vielleicht noch auf den EURO-Zug aufspringen kann. Alles andere kann ich nicht beeinflussen", meinte der Steirer.

"Was über den Sommer hinaus ist, daran denke ich jetzt noch nicht, weil wir noch so wichtige Spiele haben." Allen voran jenes am Sonntag (15.00 Uhr) gegen Salzburg.


Statt beim Nationalteam zu sein hat sich Kainz mit Rapid zwei Wochen auf den Liga-Schlager vorbereitet. "Es hat alles seine Vor-und Nachteile." Das Duell mit dem Meister sei ein "extrem wichtiges und richtungsweisendes" Spiel. "Es hat eine enorm große Bedeutung."

Vier Punkte liegt Rapid acht Runden vor Schluss hinter den führenden Salzburgern. Kainz: "Es ist schon ein großer Druck da, weil wir unbedingt gewinnen wollen, damit wir wieder rankommen und unsere Chancen wahren." Jene auf den ersten Meistertitel seit 2008.

Auf dem Weg in die Führungsrolle

Die bei Rapid herrschende Erwartungshaltung ist Kainz mittlerweile gewöhnt. Der Grazer war im Sommer 2014 von Sturm zu den Grün-Weißen gewechselt.

Dort hat er sich im Vorjahr zum Leistungsträger entwickelt - und neben ausländischen Klubs spätestens mit einem starken Herbst auch Koller auf sich aufmerksam gemacht.

Der ÖFB-Teamchef fordert von in Österreich engagierten Nationalspielern, bei ihren Klubs Verantwortung zu übernehmen.

"Ich versuche schon, in diese Rolle hineinzuwachsen", erklärte Kainz. "Wir haben eine ganz gute Hierarchie bei Rapid. Wir haben einen guten Stamm, um diese Führungsrollen auszufüllen. Ich versuche auch, dass ich mich da ein bisschen einbringe."

"Das wird der entscheidende Faktor sein"

Im Herbst hatte Kainz als Achse mit dem hinter ihm agierenden Linksverteidiger Stefan Stangl überzeugt. Diese zu neutralisieren, scheint ein Grundstein zum Erfolg gegen Rapid.

"Ob die gegnerischen Spieler jetzt mehr auf mich schauen oder sich Gedanken machen, weiß ich nicht", sagte Kainz. "Es ist mir auch egal. Wir wollen einfach in den letzten Spielen der Saison alles versuchen, dass wir gut zusammenspielen."

Das ist in den drei Wochen vor der Länderspielpause nicht gelungen. Beim 0:4 gegen die Admira fehlte Kainz gesperrt. Dazu gab es ein 0:0 in Altach und ein 0:1 in Ried.

"Wenn du als Rapid drei Spiele nicht gewinnst, davon zweimal verlierst und eines davon 0:4, ist das natürlich viel zu wenig", weiß der Vorlagenkönig. "Aber wir haben uns ganz gut vorbereitet auf Salzburg. Unsere Torchancen zu nutzen, wird der entscheidende Faktor sein."

"Salzburg hat alles zusammengekauft"

Dazu geht es in den Duellen mit dem Ligakrösus immer auch ein bisschen um die Emotionen.

"Salzburg hat in den letzten Jahren alles zusammengekauft, ist vom Verein her ganz anders aufgebaut als wir", meinte Kainz.

"Von den Fans besteht eine Riesenrivalität, aber wir schauen einfach, dass wir die drei Punkte holen. Salzburg ist ein direkter Konkurrent, da ist es ganz wichtig, dass wir die Spiele nicht verlieren."

Sonst könnte der Meistertitel schon am Sonntag in weite Ferne gerückt sein.

LAOLA Meins

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