Das läuft zwischen Rapid und Mocinic

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Nach der Absage von Wunschspieler Adam Nagy rückt bei Rapids Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler wieder Ivan Mocinic in den Fokus.

Der Kroate verhandelt momentan mit vier Klubs über einen möglichen Transfer. "Rapid ist einer davon", bestätigt Berater Frank Schreier gegenüber LAOLA1. "Bis Anfang nächste Woche wird eine Entscheidung fallen."

Im Mai blitzte Rapid mit einem 1,5-Mio.-Angebot bei seinem Klub Rijeka ab. Die Ausstiegsklausel im Vertrag des 23-Jährigen liegt bei 3 Mio. Euro.

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PAOK hat schlechte Karten

Nur einer der vier interessierten Vereine will die festgeschriebene Ablöse nach aktuellem Stand tatsächlich bezahlen. Rapid hofft darauf, den Preis noch drücken zu können.

"Aber so weit sind wir noch nicht. Wir werden in dieser Woche in die Verhandlungen treten und schauen, wohin die Reise geht", so Schreier. 

Von einem bevorstehenden Abschluss mit PAOK Saloniki, wie in kroatischen und griechischen Medien berichtet, will der Agent nichts wissen. Die Griechen dürften momentan sogar die schlechtesten Karten haben.

Auch Verein aus Top-Liga ist dran

Daneben konkurriert Rapid mit zumindest einem Klub aus einer europäischen Top-Liga. Eintracht Frankfurt, das vom ehemaligen kroatischen Teamchef Niko Kovac trainiert wird, ist jedoch nicht unter den Mitbietern. 

"Ich sehe alle vier Vereine auf einem ähnlichem Level", meint Schreier. Grundsätzlich suche man einen Klub, bei dem der Trainer Mocinic fix als Leistungsträger einplant. Nach einer eher bescheidenen Saison bei seinem Stammklub Rijeka will der zentrale Mittelsparter nun bei einem neuen Klub frisch durchstarten. 

"Kein klassischer Abräumer"

Ein Verein wie Rapid käme da als Zwischenschritt in eine Top-Liga sehr gelegen. Zumal der Kroate, der 2014 als 21-Jähriger nur wegen einer Verletzung die WM in Brasilien verpasste, ins Anforderungsprofil der Hütteldorfer passt.

"Er ist kein klassischer Abräumer, sondern ein spielerisch starker Mittelfeldspieler, der als Sechser und Achter spielen kann."

Rapid sei für Mocinic, dessen Vater Efrem in den 1990er-Jahren selbst in Österreich (u.a. Austria Salzburg) kickte, ein "interessanter Klub", so Schreier. 

Fragezeichen hinter zweitem Rapid-Kandidaten

Die Wiener verfügen mit dem Bröndby-Profi Lebogang Phiri jedoch noch über eine zweite Option für die Nachfolge von Thanos Petsos. Der 21-Jährige ist zwar um zwei Jahre jünger als Mocinic, wäre aufgrund eines Einsatzes in der Europa-League-Qualifikation aber bis zur Gruppenphase nicht mehr international einsetzbar. 

Mit einer möglichen Nominierung für die Olympischen Spiele in Rio, wegen derer der Südafrikaner den Saisonstart verpassen könnte, steht ein weiteres Fragezeichen hinter Phiri. 

Andreas Müller will die wichtige Verpflichtung eines neuen Sechsers jedenfalls nicht überstürzen. "In den nächsten Tagen ist kein Abschluss zu erwarten", erklärt der Rapid-Sportdirektor im "Kurier".

 

Jakob Faber

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