Rapid wagt neuen Anlauf für Rekordtransfer

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Rapid macht ernst.

Wie LAOLA1 aus vertraulichen Quellen erfuhr, verhandeln die Wiener mit dem schwedischen Meister Norrköping erneut über einen Transfer von Arnor Ingvi Traustason.

Der isländische Nationalspieler ist heiß begehrt, unter anderem sollen ihn Alkmaar, Ajax und Swansea beobachten. Trotzdem würde der Dribblanski gerne noch vor der EURO den Wechsel zu Rapid fixieren.

Es spießt sich jedoch an der Ablösesumme. Norrköping verlangt zwei Millionen Euro für den 22-Jährigen.

Marktwert gesteigert

Bereits im Jänner standen die beiden Klubs im regen Austausch miteinander. Die Grün-Weißen hätten Traustason gerne verpflichtet, doch dieser wollte wenige Monate vor der EURO nicht seinen Stammplatz riskieren.

Also vertröstete der Shootingstar, der am 30. April seinen 23. Geburtstag feiert, Rapid auf die nächste Transferzeit. Nun hat Sportdirektor Andreas Müller wieder seine Fühler nach Schweden ausgestreckt.

Ein Angebot wurde dem schwedischen Tabellenzweiten bereits unterbreitet, doch Traustason hat seinen Marktwert in den wenigen Monaten seit Rapids letztem Abwerbeversuch noch einmal gesteigert. Das macht die Sache nicht einfacher.

Prominente Interessenten

Im März bestritt Island gegen Dänemark (1:2) und Griechenland (2:3) zwei Testspiele für die EURO. Beide Male durfte sich Traustason über einen Treffer freuen. In der Allsvenskan kommt der linke Mittelfeldspieler nach vier Spielen auch schon wieder auf drei Assists, nachdem er letzte Saison mit sieben Toren und elf Vorlagen in 29 Spielen glänzte.

Diese Statistiken machten nicht nur Rapid aufmerksam. Im Jänner lag ihm ein Angebot von Celtic vor, das er zu Gunsten der Hütteldorfer sowieso abgelehnt hätte. Aktuell beobachten ihn die beiden niederländischen Spitzenvereine Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar. Dazu kommen diverse englische Klubs, von Swansea über Aston Villa, Reading, Birmingham und Wolverhampton, die an ihm Interesse zeigen.

Dennoch bevorzugt Traustason selbst noch immer einen Transfer zu Rapid. Dort hätte der Flügelspieler als möglicher Ersatz des von Gladbach umworbenen Florian Kainz wohl seinen Stammplatz sicher. In Wien will der junge Isländer seinen nächsten Karriereschritt machen, um sich so für eine Top-Liga in die Auslage zu spielen.

"Bisher gab es nur ein konkretes Angebot. Das kam von Rapid und ist schon eine Weile her. Von mehr weiß ich nicht."

Traustason gegenüber "NT"

Traustason bestätigt Rapid-Angebot

Die vielen Transfergerüchte scheinen den Kicker selbst kalt zulassen. „Es besteht ein Unterschied zwischen einem Angebot und dem Interesse eines Klubs“, erzählte Traustason zuletzt der schwedischen „NT“. „Bisher gab es nur ein konkretes Angebot. Das kam von Rapid und ist schon eine Weile her. Von mehr weiß ich nicht.“

Nun haben die Hütteldorfer jedoch eine Offerte nachgelegt, wie eine vertrauliche Quelle LAOLA1 berichtete. Im Optimalfall soll der Transfer noch vor der Europameisterschaft abgewickelt werden, sodass Traustason von Frankreich direkt nach Wien zu seinem neuen Klub reisen kann.

Fraglich bleibt jedoch, ob sich die beiden Vereine einig werden. Die von Norrköping geforderten zwei Millionen Euro sind für Rapid eine hohe Summe. Der Klub würde diese aber wohl aufgrund der Europa-League-Einnahmen sowie des möglichen Kainz-Verkaufs problemlos stemmen können. Zumal das neue Stadion in der nächsten Saison zusätzliche Millionen in die Vereinskasse spülen wird.

Traustason wäre neuer Rekordtransfer

Sportdirektor Müller verweigert auf LAOLA1-Nachfrage eine Stellungnahme zu den Gesprächen. Vielleicht gelingt es dem Deutschen mit seinem Verhandlungsgeschick, die Ablöse noch nach unten zu drücken.

Nichtsdestotrotz werden die Grün-Weißen wohl eine neue Rekordsumme hinblättern müssen, wenn sie Norrköpings besten Spieler loseisen wollen. Bisher gilt Mario Bazina als teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte. Für ihn überwies Rapid 2006 kolportierte 1,5 Millionen Euro an den GAK.

Sollte diese Grenze für Traustason überschritten werden, wäre das auch ein Fingerzeig an die Konkurrenz. Mit dem Allianz Stadion wollen die Hütteldorfer finanziell in einer höheren Liga mitspielen.

Die Verpflichtung eines von Spitzenklubs umworbenen Shootingstars würde dies verdeutlichen.

 

Jakob Faber

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