Freistoß-Gott Madl: "Ziel ist das Ausland"

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Die Sonne scheint, der Wind pfeift – kein Wunder bei Sturm Graz.

Am Tag nach dem 4:1-Testspiel-Sieg gegen Adi Hütters Young Boys Bern ist die Stimmung natürlich gut, wenngleich jeder weiß, dass diese Partie nur Freundschaftscharakter hatte.

Schließlich stand es lange Zeit auch 0:0, ehe die Grazer sehenswerte Treffer erzielten. Allen voran der Kapitän steuerte ein schönes Tor bei. Der „Freistoß-Gott“ hat also wieder zugeschlagen.

Da steckt viel Training dahinter“

„Freistoß-Gott ist ein wenig übertrieben“, grinst der 27-Jährige im Gespräch mit LAOLA1 in Belek. „Ich bin froh, dass er reingegangen ist, aber da steckt auch viel Training dahinter.“

In Runde 12 traf der Innenverteidiger gegen Altach auch schon per direkt verwandeltem Freistoß.

„Ich habe das in der Jugend schon immer wieder trainiert und bin auch nach dem Training immer wieder auf dem Platz, um das zu optimieren. Jetzt hat es einmal in der Liga geklappt, gestern auch, darüber bin ich froh. Es könnte aber ruhig öfter passieren“, hofft der Steirer auf weitere Tore.

Es gibt nichts Konkretes“

Doch die braucht es gar nicht, um Klubs aufmerksam zu machen. Die guten Leistungen als Abwehrchef reichen da schon aus, daraus wird bei den Grazern auch kein Hehl gemacht.

Sturms General Manager Gerhard Goldbrich etwa bestätigt diverse Interessenten für Madl. Der hat aber noch Vertrag bis 2017 und sieht seine unmittelbare Zukunft auch bei den Grazern.

„Ich habe Vertrag und es gibt nichts Konkretes, von dem her gibt es auch nichts zu sagen“, so der EURO-Kandidat, der früher oder später natürlich den Schritt ins Ausland machen will.

„Grundsätzlich bin ich hier sehr zufrieden, Sturm ist mein Verein in Österreich und von dem her passt das sehr gut. Ziel ist natürlich das Ausland, wenn es möglich sein sollte. Ich bin 27 Jahre alt, also sollte der Schritt bald folgen“, wird Madl auch im nächsten Transferfenster Thema sein.

Wer kommt noch?

Nach dem Abgang von Anel Hadzic und der Verletzung von Simon Piesinger überlegt Sturm eine Verpflichtung eines zentralen Mittelfeldspielers.

„Wenn wir einen holen, dann nur, wenn er uns gleich verstärkt“, macht Goldbrich klar. Testpilot William Asiedu weilt bei den Amateuren in Graz, gilt allerdings als Perspektivspieler.

„Er macht einen sehr guten Eindruck“, sagt Goldbrich über den 18-Jährigen aus Ghana. Eine Verpflichtung gilt als wahrscheinlich, für die Kampfmannschaft ist er aber eben noch kein Thema.

Anders als Stefan Hierländer. Trainer Franco Foda wollte ihn schon früher einmal nach Graz holen, nun wieder. Der Kärntner will Leipzig früher als später verlassen, es wird aber ein wenig taktiert.

Hierländer präferiert Deutschland, sollte sich da nichts ergeben, was zu diesem Zeitpunkt durchaus wahrscheinlich ist, könnte Sturm in den letzten Transfertagen davon profitieren.

Oder der Blondschopf wartet noch ein halbes Jahr zu und hätte im Sommer dann mehrere Optionen.

Namen kommentiert Goldbrich ohnehin nicht, er gibt sich kryptisch: „Alles ist möglich.“

Mit Daniel Offenbacher, Wilson Kamavuaka und Super-Talent Sandi Lovric (Nr. 2 im LAOLA1-Talente-Ranking) gibt es drei Spieler, die hinter der offensiven Zentrale spielen können. 

Lovric bekam aber im Herbst nur 13 Minuten Einsatzzeit. Zudem könnte es bei einem weiteren Ausfall eng werden. So gesehen scheint eine weitere Verpflichtung nicht unwahrscheinlich.  

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Montag erfährt Avdijaj Genaueres

Aber eben alles offen. Das gilt übrigens auch für Donis Avdijaj. Der extrovertierte Offensivspieler musste das Trainingslager früh abbrechen und wird derzeit in Graz behandelt.

Am Montag kommt es zu einer MR-Untersuchung. „Da werden wir dann genau wissen, was er hat“, so Goldbrich.

In der Offensivposition sind die Grazer indes gut aufgestellt. Neben Sascha Horvath macht auch der wieder genesene Marko Stankovic einen guten Eindruck. Nicht nur im Minion-Kostüm.

 

Aus Belek berichtet Bernhard Kastler

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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