Fink: "Chancenverwertung ist Frage der Qualität"

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Die Anfangseuphorie bei der Wiener Austria ist erloschen, stattdessen macht sich immer mehr Ernüchterung breit.

Denn die knappen 1:0-Erfolge zum Frühjahres-Auftakt in Grödig und im Cup gegen den LASK sind längst vergessen - zu tief sitzen die Enttäuschungen der letzten Woche.

Zuerst die 0:3-Schlappe im Heimderby gegen Rapid. Sechs Tage später ein 2:2 vor eigenem Publikum gegen den SV Mattersburg.

Es läuft einfach nicht.



"Es ist kein guter Frühjahrsstart"

„Es ist kein guter Frühjahrsstart – mehr kann man dazu nicht sagen. Es ist zu wenig. Wir müssen uns aufrappeln, gute Leistungen abrufen und punkten“, bilanziert Christoph Martschinko nüchtern und ehrlich.

Dabei lagen die drei Punkte gegen den SVM eigentlich schon am Servierteller, doch in der 89. Minute kassierten die Violetten den Ausgleich. Besonders ärgerlich, da die Burgenländer nach Gelb-Rot für Malic (42.) über eine Hälfte in Unterzahl spielten.

„Leider haben wir in Überzahl nicht das 3:1 gemacht. Wenn man ein Spiel gewinnen will, muss man seine Chancen nützen. Auch wenn man ein Mann mehr ist, kann immer ein Gegentor aus einem Freistoß passieren“, gesteht Trainer Thorsten Fink.

„Bei unseren Möglichkeiten haben wir uns nicht clever angestellt. Und wenn du es vorne nicht machst, bekommst du es eben hinten“, schildert Alexander Gorgon, der zugeben muss:

„Es ist keine leichte Zeit. Wir haben aber schon ein, zwei Mal in dieser Saison in schwierigen Phasen gezeigt, dass wir wieder aufstehen können. Wir haben genug Moral und Charakter, um uns da raus zu ziehen.“

33 Torschüsse

Der Wille war bereits am Samstag zu erkennen. Insgesamt gab die Austria 33 Torschüsse ab und hatte 58,7 Prozent Ballbesitz. In Anbetracht der numerischen Überlegenheit trügt die Statistik jedoch ein wenig.

Austrias Torschüsse
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Viele echte Topchancen hatte die Fink-Elf schlussendlich nicht vorzuweisen. Die beste Möglichkeit vergab Lary Kayode, der in der Nachspielzeit alleine vor dem Tor an Goalie Markus Kuster scheiterte. Ansonsten versuchte man es überwiegend mit Weitschüssen.

„Die Chancenverwertung ist auch eine Frage der Qualität. Die hatten wir gegen den SVM nicht“, meint daher der FAK-Coach.

Zusatz: „Meine Mannschaft hatte eine gute Einstellung. Das möchte ich ihnen nicht absprechen. Eine gute Einstellung ist aber immer gefordert. Doch wenn man nur 2:2 spielt, kann die Leistung nicht top gewesen sein.“

Gorgon hätte sich nach dem völlig missglückten Derby-Auftritt natürlich ebenfalls eine Art Wiedergutmachung erhofft:

„Wir spielen ja nicht nur für die Fans, sondern auch für uns. Es geht um die Ehre. Du musst nach einem Match in den Spiegel schauen können. Ich denke, wir haben heute alles gegeben, nur manchmal bestraft dich das Schicksal eben.“

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SK Sturm Graz - SK Rapid Wien 0:2 (0:1) © GEPA
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Schlechtes Abwehrverhalten

Bestraft wurde von Pink und Co. speziell in den ersten 45 Minuten das Abwehrverhalten des Rekord-Cupsiegers. Als große Achillessehne entpuppte sich die Außenbahn.

Christoph Martschinko erwischte links nicht gerade seinen besten Tag, rechts scheint der Trainer noch keine klare Nummer eins gefunden zu haben.

Jens Stryger Larsen lief gegen den SVM und gegen Grödig auf, gegen den LASK und gegen Rapid durfte Fabian Koch ran.

Sportdirektor Franz Wohlfahrt ortete jedenfalls bereits in der Pause „taktisches Fehlverhalten und inkonsequente Zweikämpfe“ auf den Seiten.

Dies war auch Fink nicht entgangen. „Mattersburg ist drei Mal über außen durchgekommen. Einmal fällt das Tor. Wir dürfen es dem Gegner nicht so leicht machen“, erklärt der Deutsche, dessen Truppe nur eine der letzten fünf Partien gewinnen konnte.

"Einige Leute wollen mir immer erzählen, dass wir Meister werden. Doch die müssen sehen, dass es nicht so einfach geht."

Fink über violette Meisterträume

„So weit sind wir in diesem Jahr noch nicht“

Hält der Trend an, wird es die Austria schwer haben, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Vier Punkte beträgt mittlerweile der Rückstand auf Leader Salzburg und den Zweiten Rapid. Doch die Rolle des Meisterschafts-Mitfavoriten ist Fink sowieso ein Dorn im Auge, wie er abschließend erneut betont:

„Wir müssen immer überragend spielen, um zu gewinnen. Bei uns ist nicht mehr drinnen. Wir können nicht sagen: Kämpfen wir halt, dann gewinnen wir schon. Das geht nicht, denn unsere Gegner arbeiten auch gut und haben gute Spieler. So weit sind wir in diesem Jahr noch nicht. Das habe ich immer gesagt. Einige Leute wollen mir immer erzählen, dass wir Meister werden. Doch die müssen sehen, dass es nicht so einfach geht.“

 

Martin Wechtl und Harald Prantl

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