IEM: Sensationelles SC2-Finale

Aufmacherbild Foto: © ESL Foto von Helena Kristiansson
 

Die letzten sechs Tage waren ein Hochgenuss für alle Fans von gepflegtem StarCraft 2. Die IEM World Championship bekam Spiele, die an Spannung und Dramatik wohl kaum zu überbieten sind. Im Endeffekt setzte sich der koreanische Terraner „TY“ vor seinem ehemaligen Teamkollegen und Protoss „Stats“ durch. Die Nicht-Koreaner enttäuschten jedoch größtenteils.

Die IEM World Championship ist eines der absoluten Highlights in der Starcraft-Community. Nicht nur wegen der Spiele, sondern auch die Kulisse in der Spodek Arena und die leidenschaftlichen polnischen Fans beeindrucken jedes Jahr aufs Neue. Deshalb hat sich der Veranstalter (ESL) es sich nicht nehmen lassen und hat das Turnier für ganze 6 Tage angesetzt. Zuerst kam die Open-Bracket Qualifikation, um dann mit einer Gruppenphase, 4 Gruppen mit jeweils 6 Spielern, fortzufahren. In dieser Phase kam es zu mehreren faustdicken Überraschungen. Der amerikanische Protoss Alex „Neeb“ Sundehaft schied sang- und klanglos in der doch machbaren Gruppe B aus und belegte den enttäuschenden letzten Platz.

Ein weiterer Nicht-Koreaner sprang jedoch für „Neeb“ in die Bresche. Joona „Serral“ Sotala, Zerg-Spieler aus Finnland, schaffte in der Gruppe C souverän den Einzug in die K.O.-Phase und belegte den ersten Platz. Ebenfalls in dieser Gruppe schaffte es der Held der polnischen Zuschauer, Artur „Nerchio“ Bloch, sich für die K.O.-Phase mit Platz drei zu qualifizieren.

Quelle: wiki.teamliquid.net

Koreanische Dominanz bei der World Championship

In der K.O.-Phase machten die Koreaner jedoch den europäischen Traum eines Sieges in Katowice schnell zunichte. Der koreanische Protoss und spätere Finalist „Stats“ setzte sich mit 3:0 gegen „Nerchio“ in der Round of 12 durch. Auch „Serral“ verlor doch eindeutig im Viertelfinale gegen den koreanischen Zerg „Dark“ mit 3:0, jedoch entschädigten die anderen Spiele für diese eindeutigen Ergebnisse. Die restlichen Viertelfinalpartien waren dementsprechend nichts für schwache Nerven. Die Terraner „Innovation“ und „aLive“ die Nummer 1 und die Nummer 11 des LAOLA1-Power Rankings trafen im Viertelfinale aufeinander und lieferten sich ein grandioses Match. Vor allem das Multi-Tasking von „aLive“ brachte Innovation in den entscheidenden Situationen regelrecht zur Verzweiflung und deshalb konnte er sich doch knapp gegen den eigentlichen TvT-Gott durchsetzen.

Ein überraschendes Ende gab es auch für den Topfavoriten „Byun“, der im Viertelfinale am späteren Finalisten „Stats“ doch recht eindeutig scheiterte. Dabei war er so am Boden zerstört, dass es lange dauerte, bis er den Platz räumte. Nachdem „TY“ und „Stats“ jeweils sich im Halbfinale durchsetzten, kam es im großen Finale zum Aufeinandertreffen der beiden Ex-Teamkollegen. Sie waren beide über mehrere Jahre bei KTRolster. Sie wurden jedoch beide entlassen, nachdem die Starcraft-Division geschlossen wurde. Durch ihre jahrelange Zusammenarbeit kannten sie sich untereinander sehr gut und das merkte man auch. Es war das spannendste Finale, das die IEM jemals gesehen hat. Nach einem ständigen hin und her stand es 3:3 in dem Best-of 7 Format und „TY“ setzte sich mit einem gut getimten Siege Tank-Marine-Medivac Push durch.

Quelle: wiki.teamliquid.net

Eines ist nach diesem grandiosen Wochenende klar: Das Motto der IEM Katowice, „History will be made again“, ist definitiv nicht übertrieben.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare