Das große StarCraft 2 Power-Ranking

Aufmacherbild Foto: © Blizzard Entertainment
 

Es sind noch 12 Plätze offen für die World Championship Series in der Spodek-Arena in Katowice. Jedoch haben sich schon richtige Kapazunder für das Event, das von der ESL jährlich organisiert wird, qualifiziert. Hier ist das Ranking der Top-Favoriten.

Rang 12: True (KOR, Zerg, Psistorm Gaming)

Der Koreaner Bang Tae Soo hatte seinen großen Durchbruch im Juni 2014, nachdem er als totaler Newcomer ins Halbfinale der Global Starcraft League (die härteste Starcraft-Liga weltweit) einzog und dort im Halbfinale gegen soO ausschied. Jedoch rief diese Performance einige Teams auf den Plan für den damals wechselwilligen Koreaner. Das britische Team Dead Pixels konnte sich seine Dienste sichern und TRUE räumte in der Foreigner-Szene richtig auf mit mehreren Turniersiegen auf Dreanhacks oder WCS-Events. Nach einem weiteren Wechsel in die USA und den daraus resultierenden Visa-Problemen kam er jedoch außer Form und hinkt dieser hinterher. Er konnte sich zwar noch in letzter Minute für das Global Final auf der Blizzcon qualifizieren, scheiterte dort jedoch ohne ein einziges Match zu gewinnen. Das Potenzial für eine Überraschung jedoch hätte er.

Rang 11: aLive (KOR, Terraner, Teamlos)

aLive könnte vielen noch aus den „Wings of Liberty“-Zeiten bekannt sein als er noch für Evil Geniuses spielte. Es war auch die Zeit als er zu einem der stärksten Terraner der Welt avancierte. Mehrere Halbfinal-Teilnahmen unterstrichen seine herausragende Performance für den ersten Platz reichte es jedoch nur einmal und zwar bei der IGN Pro League im Jahr 2012. Damals schlug er den koreanischen Protoss Squirtle 3:0. Danach fiel er jedoch in ein tiefes Loch. Während der „Heart of the Swarm“-Zeit hörte man von ihm gar nichts mehr und konnte sich teilweise nicht einmal mehr für die GSL qualifizieren. aLive ist jedoch ein Kämpfer-Typ. In Legacy oft he Void kämpft er sich durch die kleineren Turniere und hat sich still und heimlich wieder zu einem ernsthaften Konkurrenten hochgemausert. Die Krönung ist die Qualifikation für die World Championship. Es wird spannend, was der Starcraft-Veteran zeigen kann.

Rang 10: Serral (FIN, Zerg, Ence eSports)

Damit haben wir auch schon den ersten Foreigner. Serral ist mit seinen 18 Jahren immer noch ein Jungspund und dennoch kennt ihn die Szene schon seit 2012, als er beim WCS-Finland Qualifier für Furore sorgte. Anfang 2015 konnte er bei den kleineren Turnieren schon die etablierten Koreaner Paroli bieten, jedoch reichte es bei den großen Turnieren noch nicht für einen Platz unter den ersten drei. Das Statistik-Tool „Aligulac“ hat jedoch seine Ladder-Ergebnisse aufgezeichnet und hier sieht man eine stetige Steigerung in allen Matchups. Wegen dieser steigenden Formkurve steht Serral auch verdient auf dem 10. Platz.

Rang 9: Zest (KOR, Protoss, Teamlos)

Jeder in der Starcraft-Szene kennt Zest. Nur hier ein kurzer Auszug seiner Turniersiege: Vier GSL-Titel im Jahr 2014 und 2015 sowie in den selben Jahren zusätzliche 3 Halbfinalteilnahmen. Einen Kespa-Cup und einen IEM World Championship-Titel konnte er sich auch sichern. Doch die letzten Patches setzten ihm und seinen Playstyle zu. Dazu kommt, dass Zest gegen den amerikanischen Protoss „Neeb“ in den letzten Turnieren ziemlich niederschmetternde Niederlagen einzustecken hatte. Ein weiterer harter Schlag war, dass er sein Team KTRolster verlassen musste nachdem die Organisation ihre Starcraft-Sektion schließen musste. Dadurch litten die Performance und er konnte in der letzten Zeit nicht mehr seine Top-Leistungen abrufen.

Rang 8: Solar (KOR, Zerg, Splyce Gaming)

Solar machte einen für Koreaner doch ungewöhnlichen Schritt. Er verzichtete komplette auf die in Südkorea ausgetragenen GSL-Turniere und setzte gleich auf die im Ausland ansässigen Events und konnte sich trotzdem zu der Weltelite heranspielen. Im Jahr 2014 und 2015 konnte er beide Dreamhack-Stockholm Events gewinnen sowie auch die Dreamhack Winter. Erst danach konnte er auch in seinem Heimatland Erfolge verzeichnen mit dem Gewinn der Starleague im Jahr 2016. Sein stärkstes Matchup ist definitiv gegen die Protoss mit einer Sieg-Quote von über 70 (!) Prozent. Sein Problem ist jedoch, dass vor allem die koreanischen Terraner doch teilweise ihn zu einfach auskontern können.

Rang 7: Dark (KOR, Zerg, Teamlos)

Dark ist derzeit der Beste Zerg-Spieler der Welt und er ist auch der einzige, der den Terranern aus der Starcraft-Hochburg etwas entgegenzusetzen hat. Das zeigte er auch bei den letzten Global Finals auf der Blizzcon, bei der er in einem der wohl denkwürdigsten Finale aller Zeiten nur knapp an Byun scheiterte mit 2:4. Dark ist, wenn man auf seine Erfolge schaut, generell ein Mann für die zweiten Plätze. Das schaffte er nämlich fünfmal im Jahr 2015 und 2016. Neben seiner eher ausbaufähigen Performance in Finalspielen hat er auch mit ZvP (Zerg versus Protoss) schwer zu kämpfen. Laut Aligulac kommt er nur auf 57%. Dieser Wert ist doch eher unterdurchschnittlich im Vergleich zu den anderen Teilnehmern.

Rang 6: Neeb (USA, Protoss, Ting)

Neeb hat im Jahr ein heftiges Erdbeben in der Szene verursacht, als er letztes Jahr als erster Foreigner in der Geschichte von Starcraft ein Turnier in Korea für sich entscheiden konnte. Vor Turnierbeginn konnte er schon kleine Ausrufezeichen setzen, doch mit diesem Ausgang hätten wohl die größten Optimisten nicht gerechnet. Dadurch katapultierte er sich in windeseile zu einem der besten Spieler weltweit und war auch in der Favoritenrolle für die Global Finals. Die Leistung konnte er jedoch nicht zu 100% bestätigen als er im Viertelfinale gegen Dark mit 0:3 aus dem Turnier flog. Dennoch muss man mit ihm auch in Katowice rechnen.

Rang 5: Showtime (GER, Protoss, Arma Gaming)

Showtime ist laut den Statistiken von Aligulac der stärkste Foreigner. Von ungefähr kommt das nicht, denn auch er hatte genauso wie Neeb einen kometenhaften Aufstieg in 2016. Beide haben sich auch immer auf Augenhöhe befunden, das einzige was ihm fehlt ist ein durchschlagender Turniererfolg außerhalb von Europa. Jedoch zeigen die Ladder-Ergebnisse der letzten Zeit, dass Showtime derzeit vor allem gegen Terraner die Nase leicht vorne hat.

Rang 4: TY (KOR, Terraner, Teamlos)

TY ist der erste in der Terraner-Dominanz derzeit in Starcraft. Er ist einer der Spieler, die von Starcraft-Broodwar (dem Vorgänger von SC2) den Schritt in Richtung SC2 gewagt hat. Doch die großen Erfolge ließen auf sich warten. Außerhalb von der Proleague, wo er im Team KTRolster große Erfolge einfahren konnte, blieben die Erfolge aus. Doch dann kam WESG in China. Er hat bis zum Finaleinzug ein einziges Spiel verloren und besiegte im Finale den koreanischen Terraner Maru mit 4:3. Die Leistung war so stark, dass er sich sofort auf Platz 4 des Rankings hochkatapultierte.

Rang 3: herO (KOR, Protoss, Root Gaming)

Der letzte Nicht-Terraner in der Liste ist der koreanische Protoss herO. Sein Spitzname ist der „Smiling Assassin“ und das nicht ohne Grund. Obwohl er vor der Kamera meistens sehr liebenswürdig vorkommt will man ihn nicht auf dem Starcraft-Schlachtfeld antreffen. Auch wenn er zwischenzeitlich leichte Formprobleme hatte muss man immer auf der Hut sein. Vor allem Zerg verspeist er gerne zum Frühstück. Sein PvZ ist derzeit bei unglaublichen 73 Prozent und auch die Terraner haben einige Probleme mit seinem Playstyle. Damit bekommt er den verdienten Platz 3.

Rang 2: Byun (KOR, Terraner, Team Expert)

Der derzeitige Titelverteidiger des WCS Global Finals auf der Blizzcon. Wenn man sich seine Statistiken durchliest reibt man sich ungläubig die Augen. Sein Schnitt an gewonnen Spielen liegt bei unfassbaren 75%! Es scheint so als ob die letzte Expansion „Legacy oft he Void“ für ihn maßangefertigt wurde. Da änderten auch die letzten Patches nichts daran, die für Starcraft-Verhältnisse doch ziemlich drastisch waren. Es wird wohl mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auf zumindest eine Finalteilnahme hinauslaufen. Der einzige, der ihn vom Turniersieg abhalten könnte kommt jetzt.

Rang 1: Innovation (KOR, Terraner, Teamlos)

Er wird nicht umsonst von der Starcraft-Community liebevoll „MachInnovation“ genannt. Dieser Mann ist eine Maschine sondergleichen. Er ist auch dementsprechend so emotionslos wie eine künstliche Intelligenz. Das macht ihn aber auch aus. Er kennt keine Nervösität und kann auch wenn er mit dem Rücken zur Wand steht seine maximalste Leistung abrufen. Sein Markenzeichen ist das makellose Mirror-Matchup. Mitte letzten Jahres hatte er eine 85% Siegquote! Genau das ist der Grund warum Innovation auf Platz 1 steht und der einzige Konkurrent von Byun darstellt.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare