Weltverband entzieht Russland Bob-WM

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Der zweite McLaren-Bericht zum staatlich gelenkten Doping in Russland zieht erste drastische Konsequenzen nach sich.

Der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF entzieht Sotschi nach den jüngsten Enthüllungen die für Februar geplante Weltmeisterschaft.

"Das IBSF-Exekutivkomitee war der Auffassung, dass es in dieser schwierigen Zeit nicht ratsam ist, eine solche Veranstaltung in Russland zu organisieren", heißt es in einer Mitteilung.

Ein Ersatzort soll in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden, ein Kandidat ist Deutschland.

Länder drohten mit Boykott

Die teilnehmenden Athleten und Trainer aus allen Nationen sollen sich auf eine WM konzentrieren können, heißt es in der Begründung, "die auf den Sport fokussiert ist und nicht vielmehr auf Anklagen und Diskussionen - ob gerechtfertigt oder nicht".

Zuvor hatten mehrere Länder einen Boykott der WM angekündigt und so Druck auf die IBSF ausgeübt. Auch Österreich hatte ähnliche Überlegungen.

Nach Ermittlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur sollen mehr als 1.000 russische Sportler zwischen 2011 und 2015 Teil einer großangelegten staatlichen Dopingpolitik gewesen sein. Einem Bericht der "New York Times" zufolge befand sich darunter auch Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow. Russland hat diese Vorwürfe vehement zurückgewiesen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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