Sensationscomeback von Olympiasiegerin Dujmovits

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Das Sensationscomeback ist perfekt!

Niemand geringerer als Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits erklärt den Rücktritt vom Rücktritt und steht ab der kommenden Saison wieder auf die Piste. Dementsprechende Gerüchte bestätigt die 33-jährige Burgenländerin bei "Sport und Talk" auf "Servus TV".

Wie das österreichische Snowboard-Team bekanntgibt, wird Dujmovits schon im Dezember wieder im Weltcup auf die Rennpiste gehen. Das große angestrebte Ziel für die nächsten Jahre ist die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking.

"Ich habe gespürt, dass ich es noch einmal machen möchte", begründet Dujmovits ihre Rückkehr auf Schnee. "Man muss den Mut haben, etwas zu probieren. Es gibt viele Fragezeichen, ich weiß nicht, wo ich im Vergleich zur Konkurrenz stehe."

Trotzdem brennt das Feuer in ihr, sich noch einmal ganz nach oben zu arbeiten: "Wenn ich meine Technik fahren kann, bin ich schnell. Das zu wissen, gibt mir ein gutes Gefühl." Dujmovits hatte 2014 bei den Winterspielen in Sotschi sensationell Gold im Parallel-Slalom eingefahren und zusätzlich zwei Mal WM-Silber und vier Weltcupsiege gefeiert. Nach der Saison 2017/18 beendete sie vorerst ihre Karriere - nun folgt der Rücktritt vom Rücktritt.

Verlautbarung 947 Tage nach dem Karriere-Ende

Nach dem olympischen Parallelriesentorlauf in Pyeongchang 2018 kam es völlig unerwartet, noch im Zielraum hatte sie in einem TV-Interview ihren Rücktritt erklärt. Exakt 947 Tage später kündigte die Burgenländerin am Montagabend nicht weniger überraschend ihr Comeback auf den Snowboard-Pisten dieser Welt an.

"Das Snowboarden ist in den vergangenen Monaten bei mir wieder stärker in den Fokus gerückt. Auch deshalb, weil ich im Gegensatz zur Saison 2017/18 körperlich nun wieder in einem topfitten Zustand bin", erklärt Dujmovits, die sich im Jahr 2018 nach den Winterspielen in Südkorea Operationen im rechten Knie (Sehnenentzündung) und im rechten Sprunggelenk (Bänderrisse) unterziehen hatte müssen.

"Habe eine lange Checkliste abzuarbeiten"

"Zuerst habe ich mich gegen die Comeback-Gedanken noch gewehrt, aber zugleich habe ich mich an mein eigenes Versprechen erinnert, stets meiner Intuition und meinen Gefühlen zu folgen. Einerseits hat mir dieser Schritt ein gewisses Maß an Mut abverlangt, aber andererseits liebe ich es, an Herausforderungen zu wachsen. Am Ende hat sich das Herz gegen den Kopf durchgesetzt", begründet Dujmovits ihr Sensations-Comeback.

Die Olympiasiegerin und zweifache Vizeweltmeisterin (2013 in Stoneham im PGS, 2015 im Lachtal im PSL) hat in der vergangenen Woche auf dem Stilfserjoch (ITA) ihren ersten Trainingskurs mit dem ÖSV-Team absolviert. "Dabei habe ich begonnen, eine lange Checkliste abzuarbeiten. In den nächsten Schneetrainings werde ich mich in erster Linie um eine optimale Materialabstimmung kümmern, um bald wieder konkurrenzfähig zu sein. Ich gebe mir aber die Zeit, um hoffentlich wieder dort anzuschließen, wo ich im März 2018 aufgehört habe", betont Dujmovits.

"Möchte realisitsche Medaillenchance bei Olympia haben"

Das erklärte Fernziel der 33-Jährigen sind die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking (CHN). "Bis dahin möchte ich ein Leistungslevel erreichen, um eine realistische Medaillenchance zu haben." Und weiter: "Jetzt bin ich einfach dankbar für die Chance, es noch einmal versuchen zu dürfen und möchte mich beim ÖSV für die Unterstützung auf meinem Weg zurück bedanken", ergänzt Dujmovits.

"Nach ihrer erstmaligen Aufnahme in den ÖSV-Kader im Jahr 2004 hat sich Julia Dujmovits innerhalb von nur zwei Jahren in der Snowboard-Nationalmannschaft etabliert und bei Großevents sowie im Weltcup stets Nervenstärke gezeigt. Ich kenne Julia als sehr zielorientierte Athletin, die sehr hart an sich und für ihren Erfolg arbeitet. Speziell in den Bereichen Materialentwicklung und körperliche Fitness bringt sie immer neue Inputs ein. Ich freue mich sehr, dass Julia auf ihr Herz gehört hat und uns ab dieser Saison wieder im Weltcupteam unterstützten wird", so Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV.


Textquelle: © LAOLA1.at

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