FIS-Weltcup 2018 erstmals am Ötscher

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Erstmals in seiner Geschichte gastiert der FIS-Snowboard Weltcup im kommenden Jahr am 5. und 6. Jänner in Lackenhof am Ötscher. Damit finden in Niederösterreich erstmals seit sechs Jahren wieder Weltcup-Rennen statt. Damals war Jauerling der Austragungsort.

Neben Parallel-Riesenslaloms für Damen und Herren (5. Jänner) findet auch ein Mixed-Teambewerb (6. Jänner) statt.

"Wir wollen den Sportlern eine sehr attraktive und schwere Generalprobe im Parallel-Riesenslalom bieten", sagt OK-Chefin Michaela Dorfmeister.

Es werde vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang (Südkorea) intern wahrscheinlich ein Qualifikationsrennen sein. Den Zuschauern versprach die ehemalige Skisportlerin bei freiem Eintritt eine "Super-Sicht" vom Ziel fast bis an den Start. "Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, aber es macht extrem viel Spaß", erklärte Dorfmeister.

"Es freut mich immens"

"Es freut mich immens", meinte der Niederösterreicher Karl mit Blick auf den bevorstehenden Event. "Es war immer ein großer Wunsch von mir, in meiner Heimat Weltcuprennen zu fahren. Das ist mit dem Jauerling passiert. Jetzt geht es nur mehr darum, einen Sieg einzufahren, damit das auch abgehakt ist", sagte der Snowboarder.

Der letzte Bewerb in Niederösterreich - mit rund 5.000 Zuschauern - "war eine neue Situation für mich", die ihn "leicht überfordert" habe, so Karl. "Ich bin froh, dass ich ein paar Jahre älter und reifer bin, ich kann es jetzt gelassener sehen", drückte er seine "pure Freude" auf den Weltcup am Ötscher aus.

Im Hinblick auf die kommende Saison meinte er, seit Ende August habe er wetterbedingt noch nicht viele Tage auf Schnee fahren können. Geplant seien noch drei Wochen Training in Amerika. "Spätestens wenn wir heimkommen, sind wir topfit, um in den ersten Weltcups vorne mitzumischen", meinte Karl.

"Ritterschlag fürs Skigebiet"

"Der Ötscher bietet mit seinem hervorragenden Ambiente alles, was man für einen Weltcup braucht", zeigte sich ÖSV-Sportdirektor Hans Pum überzeugt. Die Austragung von Weltcuprennen sei so etwas wie der "Ritterschlag fürs Skigebiet", sagte Andreas Buder, Geschäftsführer der Ötscherlift-Gesellschaft m.b.H.. Es sei eine "Riesenherausforderung", aber auch eine Chance für das Skigebiet sowie die Betriebe in der Region.

"Heim-Events motivieren unser Team", betonte Christian Galler, sportlicher Leiter Snowboard beim ÖSV. "Ich gehe davon aus, dass wir mindestens mit zwei Podestplätzen heimfahren", sagte Galler. Karl sei einer der Favoriten um das Podium bzw. um den Sieg. Beim in Lackenhof erstmals geplanten Mixed-Teambewerb laufe ein Antrag über den ÖSV und die FIS an das Internationale Olympische Komitee (IOC), um bei den Olympischen Spielen 2022 eine weitere Medaillenmöglichkeit zu schaffen.

Sport- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) verwies darauf, dass der Weltcup neben der sportlichen auch eine touristische und wirtschaftliche Komponente habe: "So ein Event bringt sehr viel Wertschöpfung in die Region und ins Sportland Niederösterreich."

Zum ersten Mal hatte in Niederösterreich im Jänner 2012 am Jauerling ein Snowboard-Weltcup stattgefunden. Die Rennen Anfang 2014 mussten wegen Schneemangels gestrichen werden, die im Februar 2016 dort geplanten Bewerbe wurden aus finanziellen und organisatorischen Gründen abgesagt. Das Gesamtbudget für die Weltcup-Rennen am Ötscher wollte Dorfmeister am Mittwoch auf Nachfrage nicht nennen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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