Schlierenzauer plant Comeback noch 2016

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Gregor Schlierenzauer ist nach seinem Kreuzbandriss auf dem Weg zurück.

Rund acht Monate nach der beim Skifahren erlittenen Verletzung plant der Tiroler sein Comeback. Verläuft alles nach Plan, könnte Schlierenzauer noch vor Weihnachten in den Weltcup zurückkehren. Die Vierschanzen-Tournee komme hingegen zu früh, ist derzeit kein Thema.

"Die WM ist das große Ziel", erklärt Schlierenzauer, der derzeit in Stams mit einer Gruppe Junger trainiert, am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz des ÖSV-Teams.

"Mir hätte nichts Besseres passieren können"

Dass sich Schlierenzauer bereits wieder große Ziele setzt, ist nicht selbstverständlich, beim erfolgreichsten Springer des Weltcups (53 Siege) war sogar ein Karriereende ein Thema. Doch während der Zwangspause merkte er, wie viel ihm Training und Skispringen noch geben.

Der schweren Verletzung im rechten Knie gewann Schlierenzauer im Nachhinein sogar Positives ab. "Mir hätte nichts Besseres passieren können", betonte der Tiroler, "ich habe Zeit und Ruhe gefunden."

Als 16-Jähriger in den Weltcup gekommen, musste der Stubaier immer "funktionieren". Dass das nun nicht mehr so sei, habe er gelernt, nicht zuletzt durch Ausbildungen. In der Zwangspause habe er viel verarbeitet und reflektiert. "Die Zeit war sehr hart, aber ich habe gemerkt, dass nicht nur der ÖSV, sondern ganz Österreich hinter mir steht, das gibt viel Kraft", meinte Schlierenzauer. Für ihn sei es auch eine Herausforderung gewesen, ein "normales" Leben zu führen.

Neuer Trainer, neuer Manager

Nun kehrt er als "Erwachsener" zurück und hat auch sein Umfeld neu gestaltet. Ex-Skispringer und Kulm-OK-Chef Hubert Neuper übernahm die Rolle des Managers und Beraters von Onkel Markus Prock, Christoph Strickner ist anstelle von Markus Maurberger Coach in der "Homebase" in Stams.

Cheftrainer Heinz Kuttin ist stets über den Stand Schlierenzauers informiert. Dass dieser schon nach acht Monaten die ersten Sprünge wagte, war auch für Kuttin eine "riesige Überraschung". Kuttin wird dem Ex-Weltmeister Zeit geben, in Ruhe weiterzuarbeiten und Konstanz zu finden. Früher oder später werde Schlierenzauer wieder zum Weltcupteam stoßen, sagte der Kärntner. "Dass er zurückkommt, ist super, er ist ein ganz wichtiger Bestandteil unseres Teams."

Schlierenzauer arbeitet immer noch an Rehabilitation und Kraftaufbau des verletzten Beines. Die Belastungen der ersten Sprünge brachten keinen Rückschlag. "Die Sprünge waren ein schönes Gefühl, sehr inspirierend nach zehn Monaten, mir war aber auch mulmig", gab der erfolgreichste Skiflieger des Weltcups zu.

Comeback in Engelberg möglich

Den idealen Weg zurück hat Schlierenzauer im Kopf. "Ich habe eine persönliche Zielsetzung und werde hart arbeiten, dann ergibt sich der Zeitpunkt der Rückkehr", sagte der Fulpmer. Die ersten Schneesprünge könnten kommende Woche in Seefeld folgen. Als Schauplatz des Weltcup-Comebacks ist die letzte Station vor Weihnachten in Engelberg möglich. "Aber die Tournee ist kein Thema, mein Gefühl sagt mir, dass sie zu früh kommt", stellte Schlierenzauer klar.

Die WM ab Mitte Februar in Lahti ist hingegen ein großes Ziel. "Darauf arbeite ich hin", betonte Schlierenzauer. Er wolle sich in Ruhe vorbereiten und auch berücksichtigen, welche Schanzen da gut ins Konzept passen. "Ich will den Neustart so anlegen, dass es sich gut anfühlt."

Grünes Licht für Auftakt

Damit findet Weltcupauftakt vom 25. bis 27. November im finnischen Ruka ohne Schlierenzauer statt. Der Internationale Ski-Verband (FIS) gab am Montag nach erfolgter Schneekontrolle grünes Licht für die ersten Bewerbe der Skispringer, Kombinierer und Langläufer.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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