Kraft holt nach Abbruch Oberstdorf-Double

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Stefan Kraft gewinnt auch den zweiten Skiflug-Bewerb in Oberstdorf.

Der Salzburger setzt sich aufgrund von zu starkem Wind in nur einem Durchgang vor dem Deutschen Andreas Wellinger, der mit 238 m erneut neuen Schanzenrekord aufstellt, durch. Dritter wird der Slowene Jurij Tepes.

Michael Hayböck landet auf Rang zehn, Manuel Fettner kommt nicht über Rang 28 hinaus. Gesamtweltcup-Leader Kamil Stoch wird Neunter

Der Bewerb wird von Gregor Schlierenzauers schwerem Sturz in der Quali überschattet.

Für Kraft war nicht nur der erste Skiflug-Weltcupsieg am Samstag ein Novum: "Dass ich da jetzt meinen ersten Doppelsieg feiern kann, ist natürlich genial. Das war der beste Sprung von mir auf der Schanze, da hat echt alles zusammengepasst. Der war echt zum Genießen."

Kraft holt im Gesamtweltcup auf

Kraft segelte am Sonntag im ersten Durchgang auf 235,5 m und hatte dabei eine Luke weniger Anlauf als der zweitplatzierte Andreas Wellinger. Der Salzburger, der sich über seinen dritten Saisonsieg bzw. den insgesamt sieben Weltcup-Erfolg freute, gewann letztlich 12,6 Zähler vor Wellinger.

Mit dem Doppelsieg von Oberstdorf überholte Kraft in der Weltcup-Gesamtwertung den Slowenen Domen Prevc und liegt mit 920 Zählern noch 147 Punkte hinter Leader Kamil Stoch, der am Sonntag Neunter wurde. Ein verdienter dritter Rang für Kraft, hat er doch bereits neun Podestplätze geschafft.

Mit dem weiteren Aufwärtstrend im Rücken kann er nun auch im Kampf um die große Kristallkugel wieder eine Rolle spielen. "Natürlich versuche ich jetzt so weiterzutun. Der Rückstand schmilzt, das geht dann relativ schnell, wenn man ein paar so dicke Punkte macht", meinte Kraft schmunzelnd. Der Gesamt-Weltcup sei auch schon vor der Saison ein Ziel für ihn gewesen. "Aber Schritt für Schritt. Jetzt fahren wir einmal nach Asien, darauf freue ich mich riesig. Das wird sicher eine coole Reise."

Dritter Oberstdorf-Sieg in dieser Saison

Kraft fühlte sich von Beginn an wohl auf der umgebauten Heini-Klopfer-Schanze. Nach einem 235,5-m-Flug im ersten Durchgang am Sonntag war das erste Skiflug-Wochenende des Winters dann aber abrupter vorbei als erwartet. Nach etwa 30 Minuten des Wartens auf bessere Windbedingungen brach der Weltcup-Tross seine Zelte ab.

Der ehemalige Vierschanzen-Tourneesieger könnte Oberstdorf wohl künftig als einen seiner Lieblingsorte deklarieren, hat er doch nach dem Tournee-Auftakt am 30. Dezember nun innerhalb von nur fünf Wochen gleich drei Siege gefeiert. Es war der insgesamt vierte im Allgäu, auch 2014 hatte er auf dem Weg zum Gesamtsieg die Tournee als Einzelsieger eröffnet.

"Oberstdorf ist ein sehr gutes Pflaster, ich muss einmal überlegen, ob ich mich da um ein Fleckerl umschaue", scherzt der Pongauer.

Textquelle: © LAOLA1.at

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