Knie-Verletzung: Schlierenzauer fällt aus

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Gregor Schlierenzauer bleibt das Verletzungspech treu.

Der 27-jährige Rekordadler zieht sich beim Training in Ramsau am Dachstein einen Einriss des inneren Seitenbandes im Knie zu. Das Missgeschick passiert bei einem Sturz beim Abbremsen nach einer Testfahrt auf der Anlaufspur.

Eine Operation ist nicht nötig, der Tiroler wird konservativ mit Schiene und Physiotherapie behandelt und wird "einige Wochen" nicht Skispringen können. Das gibt der ÖSV bekannt.

Der Weltcupauftakt in Wisla (18./19. November) ist kein Thema, Schlierenzauer wird später in die Saison einsteigen. Wann genau das sein wird, könne man noch nicht abschätzen.

Langer Leidensweg

Der Skisprung-Weltcup-Rekordsieger hatte sich im März 2016 beim Skifahren in Kanada das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen und war im Jänner 2017 in Wisla in den Weltcup zurückgekehrt.

Am 5. Februar stürzte er bei der Landung beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf, zog sich einen oberflächlichen Einriss des inneren Seitenbands im rechten Knie, einen Muskelbündelriss und Bluterguss im rechten Oberschenkel sowie eine schwere Prellung im Brustkorb zu.

Keine drei Wochen später gab er bei der WM in Lahti sein Comeback und holte mit dem Team die Bronzemedaille. Höhepunkt der kommenden Saison sind die Olympischen Spiele im Februar 2018 in Pyeongchang (Südkorea).

Schlierenzauer: "Man muss Rückschläge annehmen"

"Es ist natürlich schade, dass sowas genau vor dem Saisonstart passiert, aber ich werde das aushalten und meinen Weg fortsetzen", meint Schlierenzauer.

"Für die Rückkehr in den Weltcup werde ich mir aber keinen Stress machen. Man muss die Rückschläge annehmen wie sie kommen und dann weitergehen. Wie schon im Frühjahr werde ich die Zeit nutzen und freu mich jetzt schon bald wieder Ski zu springen."

Das Missgeschick ist beim Gleittraining auf der ÖSV-Testanlage in Ramsau am Dachstein passiert. Schlierenzauer kam beim Abbremsen nach einer Testfahrt auf der Anlaufspur zu Sturz und klagte über Schmerzen im rechten Knie. Eine MRT-Untersuchung im Sanatorium Hochrum ergab den Seitenbandeinriss und eine Einblutung in den Oberschenkel.

ÖSV-Cheftrainer bedauert Ausfall

"Positiv ist zu erwähnen, dass das Kreuzband unversehrt und das Knie sehr stabil geblieben ist. Darum haben wir uns zu einer konservativen Therapie mit Schiene und Physiotherapie entschlossen", meinte Glötzer. Schlierenzauer wird einige Wochen nicht Skispringen können und in jedem Fall den Weltcupauftakt in Wisla am 17./18. November verpassen. Wann der 27-Jährige wieder auf die Schanze zurückkehren könne, sei derzeit noch nicht abschätzbar, teilte der ÖSV mit.

Cheftrainer Heinz Kuttin bedauerte die Verletzung. "Ihn nicht dabei zu haben, ist für uns natürlich ein herber Verlust", sagte der Kärntner und zeigte sich überzeugt, dass sein Athlet den eingeschlagenen Weg weitergehen werde.

"Er hat über den Sommer sehr gut gearbeitet, hat nun einen Dämpfer hinnehmen müssen, wird aber, wenn es soweit ist, voll fit unser Team verstärken können."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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