Ex-Coach Pointner kritisiert ÖSV-Adler

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Platz drei im Teamspringen beim Saisonauftakt in Wisla, dazu drei Podestplätze von Stefan Kraft. Die bisherigen Leistungen der ÖSV-Skispringer in dieser Saison sind für den ehemaligen Trainer Alexander Pointner Grund genug, Kritik zu äußern.

"Mit Stefan Kraft hat man in den letzten Jahren einen großartigen Springer mit Siegermentalität hervorgebracht, doch mannschaftlich gesehen fehlt es im Vergleich zu den Spitzenteams wie Norwegen, Deutschland oder Polen an Qualität. Da ist meiner Meinung nach der Abstand sogar noch größer geworden - nicht unbedingt in Bezug auf Technik oder Material, sondern im Wettkampfverhalten", schreibt Pointner in seiner Kolumne in der "Tiroler Tageszeitung".

Pointner: "Wie soll ich mich als Athlet einschätzen?"

Österreichs Trainer und Athleten würden stets den Eindruck vermitteln, "als warte noch viel Arbeit, Trainingsrückstände müssten aufgeholt werden, man wüsste, wo die Baustellen sind und sei dabei, diese zu bewältigen".

"Wer immer noch beim Arbeiten, beim Trainieren ist, der ist stets auf der Suche, was er noch besser machen sollte - was gleichbedeutend ist mit: Ich bin nicht gut genug. Gleichzeitig kommt von außen die Botschaft: Es ist ohnehin alles super. Wie soll ich mich als Athlet einschätzen?", fragt Pointner.

Der Tiroler attestiert dem ÖSV-Team fehlende Lockerheit. "Technisch springen alle auf hohem Niveau. Es geht darum, den Kopf frei zu bekommen. Mut zur Lücke ist angesagt. Wer sich nichts pfeift, der landet auch mit unperfekten Sprüngen ganz vorne."

Pointner gilt als erfolgreichster Skisprung-Trainer in der ÖSV-Geschichte und wurde nach der Saison 2013/14 vom aktuellen Cheftrainer Heinz Kuttin abgelöst.

Textquelle: © LAOLA1.at

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