WM: Was Marcel Hirscher den Verstand raubt

Aufmacherbild Foto: © Montage
 

Marcel Hirscher verpasste bei der WM-Kombi die Goldmedaille um eine Hundertstel - durfte sich nach seiner Erkrankung aber über Silber freuen. (Renn-Infos>>>)

"Heuer rauben mir die Hundertstel den Verstand. Das ist einfach die Vorgeschichte mit neun zweiten Plätzen in dieser Saison", klärt der 27-Jährige auf, worüber er sich ärgert.

"Auf der anderen Seite habe ich eine Silberne – wie cool ist das? Vor zwei Tagen bin ich vor der Klomuschel gehängt und habe mich gefragt, was ich hier will. Ich bin wirklich happy."

Außerdem verrät der fünffache Gesamtweltcupsieger, wie es ihm gesundheitlich geht, wie er zu der weichen Piste steht, was es mit dem langen Telefonat im Zielraum auf sich hatte und ob sein Antreten beim Teambewerb wackelt:

MARCEL HIRSCHER...

... über seine Gefühlswelt nach dem Hundertstel-Krimi:

Es ist heuer wirklich sehr oft sehr knapp. Luca hat es sich aber verdient, er war im Abfahrtstraining schon pfeilschnell. Im Slalom wussten alle, dass er sehr schnell sein kann. Er hat in zweiten Durchgängen schon oft Laufbestzeiten abgeliefert. Der Mann kann beides, deswegen hat er sich das schwer verdient. Es ist cool, im Schweizer Sandwich zu sein. Ich weiß, was es bedeutet, in der Heimat Weltmeister zu werden. Meinen Sieg in Schladming wird niemals etwas toppen können.

Marcel Hirscher fährt in der Kombination zu Silber! Die besten Bilder vom Hundertstel-Krimi:

Bild 1 von 35 | © GEPA
Bild 2 von 35 | © GEPA
Bild 3 von 35 | © GEPA
Bild 4 von 35 | © GEPA
Bild 5 von 35 | © GEPA
Bild 6 von 35 | © getty
Bild 7 von 35 | © getty
Bild 8 von 35 | © GEPA
Bild 9 von 35 | © GEPA
Bild 10 von 35 | © getty
Bild 11 von 35 | © getty
Bild 12 von 35 | © GEPA
Bild 13 von 35 | © GEPA
Bild 14 von 35 | © getty
Bild 15 von 35 | © getty
Bild 16 von 35 | © getty
Bild 17 von 35 | © getty
Bild 18 von 35 | © getty
Bild 19 von 35 | © getty
Bild 20 von 35 | © getty
Bild 21 von 35 | © getty
Bild 22 von 35 | © getty
Bild 23 von 35 | © getty
Bild 24 von 35 | © getty
Bild 25 von 35 | © getty
Bild 26 von 35 | © getty
Bild 27 von 35 | © getty
Bild 28 von 35 | © getty
Bild 29 von 35 | © getty
Bild 30 von 35 | © GEPA
Bild 31 von 35 | © GEPA
Bild 32 von 35 | © GEPA
Bild 33 von 35 | © GEPA
Bild 34 von 35 | © GEPA
Bild 35 von 35 | © GEPA

... über die eine Hundertstel Rückstand:

Heuer rauben mir die Hundertstel echt den Verstand. Das ist einfach die Vorgeschichte mit neun zweiten Plätzen in dieser Saison. Auf der anderen Seite habe ich eine Silbermedaille – wie cool ist das? Vor zwei Tagen bin ich vor der Klomuschel gehängt und habe mich gefragt, was ich hier will. Ich bin wirklich happy.

... über seinen Gesundheitszustand:

Ich bin sicherlich nicht auf dem allerhöchsten Level, aber es reicht. Wenn man am Start steht, ist man fit genug. Es könnte schon besser sein, muss es aber nicht. Ich muss jetzt einmal ins Hotelzimmer fahren und ein bisschen zur Ruhe kommen. Dann werde ich eine Kleinigkeit essen und schauen, ob die Übelkeit vom fehlenden Essen ist oder ob es mir noch nicht ganz gut geht.

... ob sein Antreten in der Kombi wegen der Erkrankung gewackelt hat:

Es war schon ein hin und her. Ich wusste nicht, wie meine Chancen stehen. Dass wieder alles so mitspielt und die Piste im zweiten Durchgang wieder so nachlässt wie 2015, war nicht zu erwarten. Das alles hat mich schon sehr an Beaver Creek erinnert. Es kommt eben oft unverhofft.

... über die Tatsache, dass er Gold im unteren Teil verspielte:

Je weiter man nach unten gekommen ist, desto weicher wurde es - und damit gehe ich schwerer um. In der letzten Haarnadel habe ich nicht gezeigt, was möglich ist. Auf diesen Bedingungen darfst du nicht zurückstecken.

... über die Bedingungen:

Bei mir war es noch gut, die Nummer im Slalom war sicher ein Vorteil. Die Piste hat uns aber mehr geholfen, als Recht ist. Die Bedingungen waren wirklich grenzwertig. Für die besten Abfahrer war es fast nicht mehr möglich, sehr am Limit. Ich hoffe, die Verhältnisse beim Slalom sind besser.

... ob er mit Romed Baumann fühlt:

Für Romed tut es mir leid. Der fährt so eine tolle Abfahrt und dann bleibt ihm nichts. Wie gesagt, für die Besten aus der Abfahrt war im Slalom fast nichts mehr drin, weil die Piste immer schlechter wurde. Für sie ist das sehr schade.

... über sein langes Telefonat im Zielraum:

Die FIS regelt es so, dass die Familienangehörigen nicht in den Zielbereich hineinkönnen. Ich habe dann versucht zu erreichen, dass wenigstens meine Freundin zu mir kommen kann.

... ob sein Antreten im morgigen Teambewerb wackelt:

Ich will jetzt professionell alles abschließen und in mich hineinhören, wie es mir geht. Riesentorlauf und Slalom haben Priorität, deswegen bin ich hier. Sollte ich fit genug sein, wäre es mir eine große Ehre, mit Österreich in den Teambewerb zu ziehen. Es würde mich wirklich freuen, ich muss mit meiner Energie aber vorsichtig umgehen. Womöglich muss ich Prioritäten setzen.

(Update: Inzwischen hat Hirscher bekanntgegeben, dass er startet. Alle Infos dazu gibt es HIER)

Textquelle: © LAOLA1.at

Ski-WM: Max Franz erklärt nach Bronze den "Depp"-Sager

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare