So stehts um die Helden von 2015

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Ski-WM: So stehen die Chancen der Titelverteidiger

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Am Dienstag beginnt mit dem Super-G der Damen die Ski-WM in St. Moritz.

Doch was wurde aus den Siegern der letzten WM 2015 in Vail/Beaver Creek? Wer kann seinen Titel nicht verteidigen und wer zählt auch 2017 wieder zu den Top-Favoriten?

Ein Überblick über die Titelverteidiger bei der Ski-WM 2017 in St. Moritz:

HERREN:

Patrick Küng (Schweiz, 33 Jahre) - Abfahrt: Als Siebenter in Val d'Isere kam der Schweizer erst einmal in diesem Winter unter die ersten zehn. "King Küng" musste vor zwei Jahren für sein WM-Ticket in die Qualifikation, fixierte erst einen Tag vorher seinen Startplatz. Sein Titelgewinn war deshalb auch eine Überraschung. Das wäre auch heuer so.

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Hannes Reichelt (Österreich, 36 Jahre) - Super-G: Als Zweiter in Santa Caterina kam der Salzburger in diesem Weltcup-Winter neben seinem Abfahrtssieg in Garmisch-Partenkirchen auch im Super-G einmal auf das Podest. Eine erneute Medaille ist deshalb ein durchaus realistisches Vorhaben, zumal der Routinier zuletzt auch sehr starke Form gezeigt hat.

Ted Ligety (USA, 32 Jahre) - Riesentorlauf: Der US-Amerikaner tritt nicht zur Titelverteidigung an. Ligety musste die Saison vorzeitig beenden, er wurde im Jänner an den Bandscheiben operiert. Erstmals nach 2009 wird es deshalb einen anderen Riesentorlauf-Weltmeister geben, hatte Ligety doch zuletzt drei Mal en suite triumphiert.

Jean-Baptiste Grange (Frankreich, 32 Jahre) - Slalom: Der Franzose ist in diesem Winter noch nicht in die Top Ten gefahren. Der zweite WM-Titel nach 2011 war für Grange 2015 überraschend gekommen, nach dem Saisonverlauf hatte sich das nicht abgezeichnet. Ein neuerlicher Erfolg käme einer Sensation gleich.

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Marcel Hirscher (Österreich, 27 Jahre) - Kombination: Der Salzburger hat eine Kombination in diesem Winter in den Beinen, in dem allerdings aus Super-G und Slalom zusammengesetzten Bewerb wurde er in Santa Caterina hinter dem Franzosen Alexis Pinturault Zweiter. Dass Hirscher in der Kombi und nicht im Slalom oder Riesentorlauf Weltmeister wurde, kam überraschend. Er profitierte auch davon, als 30. der Abfahrt mit Startnummer 1 in den Slalom gehen zu können.

DAMEN:

Tina Maze (Slowenien, 33 Jahre) - Abfahrt, Kombination: Die Slowenin hat nach der WM den erbitterten Kampf um den Gesamtweltcup knapp gegen Anna Veith (Fenninger) verloren und sich danach eine über einjährige Auszeit genommen. Mittlerweile hat Maze ein "Abschiedsrennen" in Maribor absolviert und sich hinsichtlich Rücktritt immer noch ein kleines Hintertürchen offen gelassen. In St. Moritz fehlt sie aber definitiv, in beiden Bewerben wird es daher eine neue Titelträgerin geben.

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Anna Veith (Österreich, 27 Jahre) - Super-G, Riesentorlauf: Auch für die damals noch Anna Fenninger heißende Österreicherin lief es nach der so erfolgreichen WM nicht gut. Im folgenden Oktober zog sie sich im Training eine so schwere Knieverletzung zu, dass sie nicht nur die gesamte Folgesaison passen, sondern auch für den geplanten Saisonstart im vergangenen Oktober wieder absagen musste. Erst im Dezember kehrte sie am Semmering in den Weltcup zurück. Veith kommt als zweifache Titelverteidigerin aber mit relativ wenigen Rennkilometern zu den Weltmeisterschaften. Medaillen sind aufgrund ihrer Extraklasse aber trotzdem drin, wie Platz drei bei der Super-G-Generalprobe in Cortina bewies.

Mikaela Shiffrin (USA, 21 Jahre) - Slalom: Die junge Amerikanerin musste in der Saison nach ihrem zweiten WM-Titel den ersten Rückschlag hinnehmen und wegen einer Verletzung am rechten Knie rund zwei Monate pausieren. Damit entging ihr auch der neuerliche Gewinn der Slalomkugel. Shiffrin geht mittlerweile zudem gezielt auf die Gesamtwertung los und hat diesen Winter deshalb auch mehr Speed-Rennen absolviert, was sie etwas an Überlegenheit im Slalom gekostet hat. Dafür ist sie mittlerweile auch im Riesentorlauf Weltklasse und bleibt am Papier trotz allem ganz große Favoritin für den Slalom, dem letzten WM-Rennen der Damen.

TEAMBEWERB:

Österreich: Mit der verletzten Eva-Maria Brem, der zurückgetretenen Nicole Hosp und dem nicht nominierten Christoph Nösig fehlen drei der sechs WM-Goldmedaillengewinner von Vail definitiv. Mit Michaela Kirchgasser ist auch die "Miss Teambewerb" angeschlagen, die dreifache Teamweltmeisterin laboriert an großen Knieproblemen. Philipp Schörghofer schlug sich zuletzt ebenfalls mit einer Überreizung im Knie herum. Marcel Hirscher ist hingegen topfit.

Textquelle: © LAOLA1.at

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