Puchner nach Sturz im Abfahrts-Training verletzt

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Für Österreichs Damen setzt es nach dem Gold-Moment einen Rückschlag: Mirjam Puchner kommt im ersten Abfahrts-Training nach wenigen Fahrsekunden zu Sturz.

Die Salzburgerin muss auf der Strecke verarztet und mit dem Hubschrauber geborgen werden. Die 24-Jährige zieht sich einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie eine Gehirnerschütterung zu

Ihr Zustand ist allerdings stabil, noch am Mittwoch soll sie operiert werden. Mit der schweren Verletzung ist die Saison somit vorzeitig beendet.

"Sie ist beim oberen Sprung in Rücklage gekommen und ist dann mit dem rechten Bein gelandet. Dabei dürfte sie sich den Bruch zugezogen haben", erläutert ÖSV-Arzt Altenburger den Unfall. "Aber Mirjam kann sich an nichts erinnern."

"Der Abtransport hat gut funktioniert, sie ist gut versorgt worden", berichtet Altenburger im ORF. Er schätzt die Heilungschancen "sehr gut" ein und rechnet damit, dass Puchner in zwei bis drei Tagen nach Österreich überstellt werden kann.

Veith fühlt mit

Das Training musste nach dem Unfall Puchners für gut 40 Minuten unterbrochen werden. Nach einem offensichtlichen Versuch, die 24-jährige Österreicherin per Akja zu bergen, stieg am Ende doch der Rettungshubschrauber auf. Die Salzburgerin aus St. Johann wurde direkt in die Kinik GUT in St. Moritz eingeliefert und noch am Mittwoch operiert.

"Das Warten ist nicht angenehm. Ich habe versucht, das nicht an mich rankommen zu lassen. Ich weiß ja, dass unser Sport gefährlich ist", sagte Anna Veith, die mit 2,57 Sekunden Rückstand auf Bestzeithalterin Ilka Stuhec und unmittelbar vor Michaela Kirchgasser, die den Puchner-Sturz vom Lift aus sah, den 16. Platz belegte. Beste Österreicherin beim ersten Abfahrtstest der Piste "Engiadina" war Stephanie Venier als Fünfte (+1,43).

Veith ist selbst erst von einer schweren Verletzung zurückgekehrt. "Ich habe zunächst nicht gewusst, wer gestürzt ist. Es ist immer besonders schlimm, wenn es eine Teamkollegin trifft", sagte die Salzburgerin. Schon als Veith mit Nummer 24 fuhr, lief wegen der langen Unterbrechung im Zielraum Salastrains längst der Vorlauf für den folgenden Herren-Super-G.

Schmidhofer "verbremste"

Gleich mit Nummer eins an den Start gegangen war Nicole Schmidhofer. 20 Stunden nach ihrer Siegesfahrt im Super-G wurde die Steirerin um 9.32 in der Früh von 50 statt wie am Vortag 5.000 Menschen begrüßt.

"Im Nachhinein eh besser so", erklärte sie ihre 4,57 Sekunden Rückstand und Platz 37. "Hätten das mehr Menschen gesehen, hätten sie wohl gefragt, ob das die Gleiche von gestern ist", witzelte Schmidhofer.

Sie habe schlecht und nur kurz geschlafen, erläuterte die Steirerin ihren Rückstand. "Ich war zwar schon um halb eins daheim, habe aber nur drei Stunden geschlafen. Mein Kopf war so voll. Heute war ich körperlich und mental nicht bereit für eine Abfahrt, also habe ich beschlossen, lieber zu verbremsen als dass vielleicht noch etwas passiert", sagte sie.

Wenig später stürzte dann Puchner, Schwester des ÖSV-Abfahrers Joachim Puchner, schwer. Die 24-Jährige ist der nächste Saisonausfall bei den ÖSV-Damen, die diesen Winter schon Top-Fahrerinnen wie Eva-Maria Brem, Carmen Thalmann und Cornelia Hütter verletzungsbedingt verloren haben.

Pos

Läuferin Zeit
Ilka Stuhec (SLO) 1:34.53 Min
Fabienne Suter (SUI) +0.43 Sek
Lara Gut (SUI) +0.81
Jasmine Flury (SUI) +1.06
Stephanie Venier (AUT) +1.43
Kajsa Kling (SWE) +1.54
Christine Scheyer (AUT) +1.59
Corinne Suter (SUI) +1.99
Jacqueline Wiles (USA) +2.06
Rosina Schneeberger (AUT) +2.12
Michelle Gisin (SUI) +2.29
Lindsey Vonn (USA) +2.34
13. Tamara Tippler (AUT) +2.39
Anna Veith (AUT) +2.57
Michaela Kirchgasser (AUT) +2.65
Ramona Siebenhofer (AUT) +2.66

37. Nicole Schmidhofer (AUT) +4.57
58. Ricarda Haaser (AUT) +9.85
DNF Mirjam Puchner (AUT) Sturz
Textquelle: © LAOLA1.at

WM-Gold: Nicole Schmidhofer hatte Vorahnung im Sommer

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