WM: Heftige Kritik von Ex-Silbermedaillengewinner

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Das hat gesessen!

Jan Hudec übt nach der Farce im zweiten WM-Abfahrtstraining heftige Kritik. "Das war einer der am schlechtesten durchgeführten Tage der Ski-Geschichte von ihr wisst schon wem", schreibt der Silbermedaillengewinner der WM-Abfahrt 2007, der damals noch für Kanada startete.

Zwar wolle er keine Details nennen, es ist aber klar ersichtlich, dass sich seine Worte an die FIS richten. "Das alles hätte leicht verhindert werden können, wenn die sie ein bisschen gescheiter wären."

"Keiner hat die Eier"

Doch auch seine Kollegen und die Trainer kommen nicht gut weg. "Keiner hat die Eier, bei der Mannschaftsführersitzung etwas zu sagen", beschwert sich der in Tschechien geborene Speed-Spezialist, der bis 2016 in der kanadischen Nationalmannschaft stand und seither für sein Geburtsland an den Start geht.

"Heute (Freitag) wurde das Training erst recht in einem Schnee-Sturm ausgetragen und alle durften starten – auch die, die gestern gefahren sind", schildert er.

Deshalb habe der 35-Jährige das letzte Training boykottiert. "Ich habe gesagt '.... ... .....' und bleibe im Bett."

Appell an Fahrer und Trainer

Einmal in Fahrt, kann sich Hudec nicht mehr halten: "Dafür wie gefährlich unser Sport ist, wie viel Geld im Spiel ist, wie viele Fans er hat, wie gute die Sportler sind und wie hart sie arbeiten, ist es faszinierend, wie unprofessionell die Sicherheit der Athleten behandelt wird."

"Es ist Zeit, dass Fahrer und Trainer etwas gegen die schlechten Entscheidungen unternehmen", lautet sein Appell.

Und das sei noch lange nicht alles gewesen. "Die Details habe ich euch noch gar nicht gesagt!", deutet er an, dass noch mehr dahintersteckt.

Vielleicht packt Jan Hudec in Zukunft ja auch diese Details aus - die FIS muss sich jedenfalls auf Gegenwind gefasst machen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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