ÖSV-Cheftrainer ist sauer: "Eine Frechheit"

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Nach dem Kombi-Slalom der SKI-WM war die Piste das dominierende Thema.

Scharfe Kritik kommt von ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher: "Das ist gelinde gesagt eine Frechheit. Es kann nicht sein, dass wir bei der WM die schlechtesten Pisten haben", ist der Tiroler im Gespräch mit "Ö3" sauer.

Ein Opfer der immer weicher werdenden Piste war Romed Baumann. "Es war richtig schlecht zu fahren. Schon oben waren so komische Spuren drin, da habe ich mich schwer getan. Man hat gemerkt, wie es saugt", so der Schnellste der Abfahrt.

Auch von der Slalom-Seite bekommt er dafür Bestätigung, etwa von Marco Schwarz, der nach Rang 39 in der Abfahrt mit hoher Nummer im Slalom an der Reihe war. "Es war richtig grausig zu fahren", erklärt der Kärntner danach. "Die Piste ist richtig schlecht, das hätte ich mir nicht erwartet."

Und auch Marcel Hirscher, der mit niedriger Nummer fahren konnte, versteht seinen Teamkollegen: "Für Romed tut es mir leid. Der fährt so eine Super-Abfahrt und dann bleibt ihm nichts." Und weiter: "Es hat mich an Beaver Creek erinnert, sehr weich. Hier leisten alle einen tollen Job, aber die Slalom-Piste war schlecht. Für die hinteren Nummern war fast nichts mehr drin."

Renndirektor versucht Erklärung

FIS-Renndirektoer Markus Waldner versucht eine Erklärung: "Wir wollten nicht mit zu viel Wasser arbeiten, sonst wäre es ein Eislaufplatz. Und da wollten wir die Abfahrer etwas schützen."

Grundsätzich sei es bei den Bedingungen in St. Moritz schwer, mit Wasser zu arbeiten: "Wir haben gestern schon mit dem Balken gearbeitet, aber es hat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Piste hat deutlich nachgelassen, das hat man gesehen."

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"Dann weißt du: Da ist was im Busch"

Baumann schätzte, das Aerni mit Startnummer fünf schon nicht mehr gewonnen hätte. Er hatte sich nur die ersten paar Läufer angesehen.

"Ich wusste, wenn die Piste nicht nachlässt, müsste ich das mit zweieinhalb Sekunden schon machen. So schlecht ist mein Slalomfahren nicht. Aber natürlich ist es ein bisschen komisch, wenn du 25 Startnummern später oben am Start stehst und immer noch die gleichen zwei führen. Da weißt du schon, dass was im Busch ist. Das hat sich beim Besichtigen schon abgezeichnet."

Er verstehe nicht, dass man nicht auf der Abfahrtspur gefahren sei, wo es deutlich härter gewesen sei.

"Das ist schon gscheit bitter"

Vincent Kriechmayr war nach der Abfahrt nur Zwölfter und verbesserte sich nach einem starken Slalom auf Endrang acht. "Wenn ich als Abfahrer die Abfahrt verhaue, ist das natürlich bitter, gerade wenn ich einen guten Slalom fahre", sagte der Oberösterreicher.

Den Rennausgang tippte er fast richtig. "Nachdem ich bei der Besichtigung im Slalom ins Ziel gekommen bin, habe ich auf Marcel getippt und Aerni auf drei. Die besten zwei sind vorne, Marcel ist sowieso eine Medaillenbank, der beste Skifahrer der Welt. Aber man muss schon sagen, wenn der 30. nach der Abfahrt vor dem 28. in der Abfahrt gewinnt, heißt das, dass die Piste nicht unbedingt gleichbleibend war. Schade für den Romed, der wäre heute heiß geworden. Das ist schon gescheit bitter, wenn du so eine gute Abfahrt fährst und der Slalom dann so nachlässt."

Textquelle: © LAOLA1.at

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