Kirchgasser: "Habe geglaubt, dass ich cooler bin"

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Michaela Kirchgasser verabschiedet sich mit erhobenem Haupt von der WM-Bühne.

Die Salzburgerin landet im Slalom, ihrem letzten WM-Rennen, auf Rang 6. "Ohne den Fehler im ersten Lauf und zwei, drei Hakler im zweiten weniger, dann wäre es möglich gewesen", meint die Salzburgerin, der nur 0,47 Sekunden auf Bronze fehlen.

Den letzten Tag bei einer WM habe sie genossen, auch wenn vor dem 2. Durchgang doch Nervosität aufkam: "Weil es der letzte Lauf war. Ich habe gedacht, dass ich cooler bin."

Unterm Strich stehe das beste Saison-Ergebnis. "Und das bei der WM. Ein 6. Rang ist ja normal nicht so schlecht. Und selbst eine Medaille wäre möglich gewesen. Von unseren Mädels hätte man das mir wohl am wenigsten zugetraut."

Verfrühter "Tschüss-Marathon"

Im Ziel wurde Kirchgasser von der Tribüne zugejubelt, dann prasselte eine "Tschüss-Lawine" der Ski-Kolleginnen auf sie ein. "Ich musste allen erklären, dass ich ja noch nicht aufhöre", berichtete sie lachend.

Die Auszieh-Chöre aus dem Publikum habe sie nicht gehört, versicherte Kirchgasser schmunzelnd. Auch am Abend werde sie nichts Besonderes aufführen wegen ihrer letzten WM. "Ich gehe mit zwei Füßen rauf, das ist genug."

Der Blick zurück fiel positiv aus: "Wenn man alles Revue passieren lässt, was man seit einer gefühlten Ewigkeit so gerne getan hat, ist das intensiv. Das dann vor so einer Kulisse und bei schönem Wetter zu erleben, das war schön und das wird es nicht mehr oft geben."

Schmerzen als ständiger Begleiter

Wie es bei Kirchgasser nach der WM weitergeht, ist ein wenig offen. Fix sind nach nur drei Tagen Pause die Starts bei den zwei Weltcup-Kombis nächste Woche in Crans Montana, den Rest diktiert das Knie. Ob sich am Ende die US-Tournee noch ausgeht, ist unsicher. Denn die Schmerzen sind ständiger Begleiter.

"Ich kann's zwar gut ausblenden. Aber alleine das freie Fahren zum Start tut mir nicht gut", gestand sie.

Olympia? Von Operation abhängig

Was nach der Saison passiert, ist klarerweise ebenfalls offen. "Ich weiß es selbst nicht", beteuerte Kirchgasser. "Ich muss die Entwicklung und die Operation abwarten. Ich will weiterfahren, es wird aber schwierig."

Zur alten und neuen Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin fielen auch Kirchgasser nur Superlativen ein.

"Unglaublich. Sie hat gezeigt, warum sie die letzen vier Jahre so dominant und gut ist und in ein Lehrbuch gehört", verneigte sie sich vor der jungen Amerikanerin. "Es war ein Lauf par excellence. Sie hat jeden Schwung getroffen, ist eine komplette Skifahrerin und speziell mit den Slalom-Ski weiß sie genau, was sie tun muss."

Rennbericht: Shiffrin überragend>>>

Endergebnis WM-Slalom>>>

Textquelle: © LAOLA1/APA

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