ÖSV-Herren verpassen Bormio-Podest, Sieg für Paris

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Dominik Paris gewinnt die Abfahrt in Bormio und feiert seinen ersten Saisonsieg.

Der Italiener setzt sich beim Weltcup-Comeback auf der Stelvio knapp mit vier Hundertstel Vorsprung vor dem zweifachen Saisonsieger Aksel Lund Svindal durch. Dritter wird mit Kjetil Jansrud (+0,17) ebenfalls ein Norweger.

Bester Österreicher ist Hannes Reichelt, der in Bormio 2012 gewinnen konnte, auf Rang fünf (+0,39), gefolgt von Matthias Mayer (+0,61). Max Franz belegt Platz acht (+0,88).

Peter Fill und Christof Innerhofer, die Schnellsten im einzigen Training, landen auf den Plätzen 13 und 14. Otmar Striedinger fährt mit der hohen Nummer 45 auf Rang 17, Romed Baumann belegt Rang 19. Vincent Kriechmayr wird nach einem schweren Fehler nach Vorsprung bei der letzten Zwischenzeit 21.

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Paris: "Super happy"

Für Paris ist es der erste Podestplatz seit dem Weltcup-Finale der vergangenen Saison in Aspen, wo er die Abfahrt gewonnen und im Super-G Platz zwei belegt hatte. Svindal schafft es auch in der vierten Abfahrt der Saison auf das Podium. Im Gesamtweltcup bleibt Marcel Hirscher vor Henrik Kristoffersen in Führung.

"Es war nicht so eine schlechte Fahrt. Ein paar Fehler habe ich gehabt, aber ich glaube, ich habe den Schwung ganz gut mitgenommen. Super happy, dass ich wieder einmal vorne bin", sagte Paris im ORF-Interview. "Ich fühle mich wohl da", fügte er nach seinem zweiten Sieg auf der Stelvio hinzu.

Drei Österreicher in den Top 10

Hinter Reichelt, der im oberen Teil eine bessere Platzierung liegen ließ, landete Olympiasieger Matthias Mayer auf dem sechsten Platz. Max Franz kam als Achter ebenfalls in die Top Ten, die Otmar Striedinger (17.), Romed Baumann (26.) und Vincent Kriechmayr (28.) im ersten Rennen nach Weihnachten klar verpassten.

Kriechmayr war bis zur vorletzten Zwischenzeit schneller unterwegs als Paris, kassierte dann durch einen schweren Fehler aber noch knapp zweieinhalb Sekunden Rückstand.

Nachdem es am Vortag heftig geschneit hatte, waren die Pistenarbeiter am Vormittag intensiv beschäftigt, wodurch sich der Start des Rennens um eine Dreiviertelstunde nach hinten verschob. Die Ideallinie war jedoch durch Neuschnee praktisch nicht beeinträchtigt. "Die Piste ist in einem perfekten Zustand", lobte Paris sogar.

Svindal: "So schlecht war es nicht"

Svindal durfte auch nach der vierten Abfahrt der Saison auf dem Podest jubeln. Vor Bormio, das erstmals seit 2013 wieder im Weltcup-Kalender stand, hatte er in Beaver Creek und Gröden trotz Knieschmerzen zwei Siege en suite gefeiert. Diesmal war Paris im untersten Abschnitt einen Hauch schneller.

"Ich glaube, Paris ist gut gefahren, und ich bin nur vier Hundertstel hinten. Also so schlecht war es sicher nicht. Es war schon gut", analysierte der Norweger, der vor zwei Tagen seinen 35. Geburtstag gefeiert hatte.

"Der Schnee ist ein bisschen komisch", meinte er allerdings. "Es ist hart, aber wenn man auf den Ski drückt, dann bremst es trotzdem ein bisschen durch diesen Neuschnee. Vielleicht war ich teilweise ein bisschen hart auf den Karten."

Jansrud: "Strecke für Italiener und Österreicher"

Sein rechtes Knie habe er diesmal nicht so stark gespürt. "Es ist jetzt besser, als es in Gröden war. Ich war gespannt auf Bormio, das ist oft für den Körper nicht so schön zum Fahren. Aber es war heuer Gott sei Dank ein bisschen schöner als vor vier Jahren", befand Svindal, der wieder einmal schneller war als sein Kumpel Jansrud.

Der war mit Platz drei auf einer Strecke, die ihm in der Vergangenheit nie Glück gebracht hatte, dennoch glücklich. "Es ist eigentlich eine Strecke für die Italiener, und auch die Österreicher sind immer schnell. Ich bin zufrieden und ganz happy mit dem Skifahren", meinte der passionierte Liverpool-Fan. Vierter wurde Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz.

Reichelt mit Fahrt zufrieden

Reichelt sagte, er habe am Starthaus etwas von dem stärker werdenden Wind mitbekommen. "Vielleicht war das auch der Grund, warum mir oben gleich die Ski ein bisschen gekommen sind", kommentierte er seinen suboptimalen Sprung nach wenigen Fahrsekunden.

"Noten habe ich da keine guten gekriegt." Unten war Reichelt einer der Schnellsten. "So war sie nicht so schlecht, die Fahrt", betonte der Salzburger demgemäß.

Mayer weiß, woran er arbeiten muss

Auch Mayer ließ im oberen Abschnitt viel Zeit liegen. Im Flachen "muss ich schauen, dass ich ein bisschen schneller werde in den nächsten Rennen", meinte der Kärntner.

"Es ist oben ein relativ aggressiver Schnee, das heißt, dass die Kanten sehr schnell greifen." Mit dem Rest seiner Fahrt sei er zufrieden: "Da bin ich bei den Schnellsten dabei."

Kriechmayr mit Spruch des Tages

Kriechmayr kam mit 2,35 Sekunden Rückstand letztlich nur auf den 28. Platz. Der Oberösterreicher büßte in einer Linkskurve nach der vierten Zwischenzeit durch einen schweren Fehler seinen Speed ein.

"Schlecht Ski gefahren", meinte der 26-Jährige lapidar, nachdem er sich nur mit Mühe auf der Strecke gehalten hatte. "Ich bin oben gestanden wie ein deutscher Tourist."

Schwerer Sturz

Der Deutsche Dominik Schwaiger kam mit Startnummer zu Sturz wurde mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Der 26-Jährige hatte bei einem Sprung in der Luft das Gleichgewicht verloren und war nach der Landung mit einem Bein mehrfach hart auf die Piste geprallt.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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