Schweizer Kritik an Kriechmayr-Aktion

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Bei den Weltcup-Rennen in Gröden war der Flaschenstreit ein großes Thema. Die deutschen TV-Sender untersagen es den Athleten, bei Interviews Trinkflaschen ihrer Sponsoren in die Kamera zu halten.

Als Konsequenz verweigerte Vincent Kriechmayr nach seinem Super-G-Sieg dem ZDF ein Interview.

Der Boykott sorgt in der Schweiz für Kopfschütteln. Giusep Fry, der Manager von Beat Feuz und Carlo Janka, meint dazu bei "blick.ch": "Mit so einem Boykott werden vor allem der Kopfsponsor und der Ski-Ausrüster bestraft, die den Athleten wesentlich mehr Geld zahlen als der Geldgeber auf der Trinkflasche."

"Große Bühne für verhältnismäßig wenig Geld"

Fry hat mit dem Trinkflaschen-Sponsoring allgemein keine große Freude: "Ich kann nicht nachvollziehen, dass einige Rennfahrer ihren Sponsoren auf der Flasche für verhältnismäßig wenig Geld eine so große Bühne geben wollen."

Er befürchtet, dass sich dies auf Verträge mit Kopfsponsoren auswirken kann: "Weil die bemerken, dass sie für deutlich weniger Geld eine ähnlich große Werbeplattform auf der Flasche erhalten."

Marco Odermatts Manager Michael Schiendorfer lehnt den Boykott ebenfalls ab: "Damit wurde ja auch ein Journalist bestraft, der rein gar nichts für die Regelung seines Arbeitgebers kann. Ich bin der Meinung, dass Sportler und Journalisten immer zusammenarbeiten sollten."

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