Im letzten Rennen des Jahres 2018 gelingt Matthias Mayer mit Platz 2 im Super-G von Bormio der erste Podestplatz der laufenden Saison.
"Bisher haben immer das eine oder andere Zehntel gefehlt. Ich war jetzt Sechster, Siebenter, Achter. Jetzt freue ich mich, dass ich einmal aufs Podium gefahren bin und hoffe, dass es so weitergeht", so der Kärntner.
"Es taugt mir, dass ich wieder den schnellen Schwung fahre, auf dem ich mich wohlfühle", ist der 28-Jährige zufrieden.
Dass ausgerechnet in Bormio ein Spitzenresultat herausschaute, war eine gewisse Genugtuung. Die Stelvio gilt allgemein als eine der schwierigeren Pisten des Weltcups. "Es war ein brutal schwieriger Super-G, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", meint Mayer deshalb.
Revanche in Kitzbühel?
Dass ihm Paris den Sieg letztlich knapp vor der Nase wegschnappte, nimmt Mayer recht locker: "Das Hundertstel darf er haben, weil wir in Italien sind. In Österreich bekommt er es zurück." Die Gelegenheit dazu bietet sich Ende Jänner in Kitzbühel: "Dort taugt es mir ganz gut, das wäre ein gutes Platzerl für die Revanche."
Dabei hatte er bei der letzten Zwischenzeit von Paris bereits durchgetatmet, als der Italiener mit 33 Hundertstel Rückstand durchkam. "Dass der Vorsprung dann plötzlich weg war, hat mich schon ein bisserl vom Sessel gerissen."
Wettkampf-Pause für Speedfahrer
In der Disziplinwertung schob sich der 28-Jährige auf den dritten Zwischenrang vor. 31 Zähler fehlen auf den voran liegenden Aksel Lund Svindal, der in Bormio nicht über Rang 17 hinaus kam. Nun ist für Mayer aber eine etwas längere Wettkampfpause angesagt.
Die Speed-Spezialisten steigen erst in Wengen wieder ins Geschehen ein. Die Traditionsabfahrt in der Schweiz ist erst am 19. Jänner angesetzt. Eine Woche später geht es in Kitzbühel mit Super-G (25.1.) und Abfahrt (26.1.) weiter. Anfang Februar startet die WM in Aare.
Mayer darf Silvester damit ein wenig entspannen. "Wir haben ein bisschen Pause, weil Wengen heuer eine Woche später ist. Von daher muss ich nicht am 1. (Jänner) zum Trainieren anfangen und kann ein bisschen ausschlafen."
Mayer fordert Fixplatz für Bormio-Super-G
Die Rückkehr des Super-G nach Bormio bezeichnete Mayer als gelungen. 2008 war dieser zuletzt dort ausgetragen worden.
Mayer outete sich als Fan: "Bormio ist für mich ein wichtiges Rennen im Kalender. Der Super-G gehört dazu, es ist ein anspruchsvolles Gelände. Es wäre schön, wenn wir das auch in den nächsten Jahren hätten."