So schätzt Hirscher sein Comeback ein

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Marcel Hirscher ist nach seinem Comeback im Levi-Slalom hin- und hergerissen.

"Der erste Durchgang war super. Es wäre vermessen zu sagen, dass es im zweiten Durchgang besser gegangen wäre", blickt er gelassen auf den Rückfall von Position vier auf Platz 17 im zweiten Lauf.

Sein Ziel, Punkte zu holen, hat der sechsfache Gesamtweltcupsieger erreicht. Der überraschend starke Auftritt im ersten Lauf weckte aber dennoch Begehrlichkeiten. "Natürlich hätte ich mir dann mehr erhofft", gibt Hirscher zu.

"Das habe ich bislang noch nicht trainiert"

Vor allem die unruhigere Piste im Finale machte dem Annaberger sichtlich zu schaffen. Kein Wunder, bei drei richtigen Trainingstagen und dem Kampf bis zur letzten Minute, überhaupt in Levi an den Start zu gehen, blieb keine Zeit, alle Gegebenheiten zu simulieren.

"Schläge und Wandeln, das konnte ich bislang noch nicht trainieren", erinnert der 28-Jährige an die kurze Vorbereitungszeit.

Knöchel noch nicht bei 100 Prozent

Hirscher ist froh, bei den für ihn besonders schweren Bedingungen nicht ausgefallen zu sein und im ersten Weltcup-Rennen der Saison zumindest einige Punkte gesammelt zu haben. Sein Fazit: "Den guten ersten Lauf kann man mitnehmen, aber auch die Watsch'n im zweiten. Es war gut, dass ich hergeflogen bin."

Am Ende einer langen Saison kann im Kampf um den Gesamtweltcup - für Hirscher wäre es der siebte in Folge - schließlich jeder Punkt entscheiden.

"Den guten ersten Lauf kann man mitnehmen, aber auch die Watsch'n im zweiten. Es war gut, dass ich hergeflogen bin."

"Über den Berg" ist Europas Sportler des Jahres 2017 nach seinem Renn-Comeback nicht. Nur, weil er in Levi starten konnte, ist der Knöchel nicht ausgeheilt. Im Gegenteil: Das Sprunggelenk bereitet weiterhin Probleme, ein normales Training wird nicht möglich sein.

"Drohung" an die Konkurrenz

"In den nächsten Wochen muss ich Kompromisse eingehen  - dem Fuß genug Zeit geben, dass er ausheilt, aber auch zu trainieren", blickt er selbst voraus.

Bis zu seinem nächsten Start in Beaver Creek Anfang Dezember bleiben drei Wochen, um den Trainingsrückstand weiter aufzuholen. Mit Rang vier im ersten Durchgang nach drei Schneetagen statt wie gewohnt um diese Zeit 40 bis 50 setzte der sechsfache Weltmeister schon einmal ein dickes Ausrufezeichen an den Rest des Feldes.

Und Hirscher hat Lunte gerochen. "Jetzt bin ich richtig motiviert, da weiter zu machen", sagt er mit einem Funkeln in den Augen. Klingt fast nach einer Drohung an die Konkurrenz...

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Textquelle: © LAOLA1.at

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