Altersrekorde? Reichelt will die Jungen ärgern

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Skirennfahrer werden immer älter.

Das beweist unter anderem Hannes Reichelt, der sich mit mittlerweile 38 Jahren immer noch mit Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h die Pisten dieser Welt hinunterstürzt.

Wie es derzeit aussieht, wird der unverwüstliche Salzburger auch mit 40 Jahren noch im Ski-Zirkus mit dabei sein. Reichelt hatte schon vor vier Jahren mit der Aussage überrascht, bis 2018 weiterfahren zu wollen. Danach wurde er u.a. 2015 Weltmeister im Super-G.

Das Speed-Ass hat eine Menge gesundheitlicher Probleme - vor allem mit dem Rücken - hinter sich, musste erst vergangenen Sommer wegen eines Zehenbruchs lange pausieren.

"Ich habe deshalb meine Kollegen beim Sommertraining in Chile auf sozialen Kanälen verfolgt und es hat mich voll angezipft, dass ich nicht dabei sein konnte", sagt sich Reichelt. "Das war ein klares Zeichen, dass ich es noch immer sehr, sehr gerne tue."

"Diese Faktoren entscheiden, wie lange ich noch fahre"

Bei Reichelt ist ein Karriere-Ende deshalb nach wie vor kein großes Thema. Der mit einer Ex-Rennläuferin verheiratete Salzburger nennt als einzige Einschränkung, dass er noch nicht exakt wisse, wie lange er noch fahren wolle.

"Also bis 2022 plane ich noch nicht voraus. Aber diese und nächste Saison wäre definitiv cool", macht Reichelt bei der aktuellen Übersee-Tour klar, dass er dem Zirkus noch ein Weilchen erhalten bleiben will. Klar sei: "Der Körper muss mitspielen und auch der Kopf muss dazu bereit sein, sich in der Abfahrt runterzuhauen. Diese Faktoren sind ausschlaggebend und entscheiden, wie lange ich noch fahre."

"Es macht Spaß, schneller zu fahren als die Jungen"

Reichelt fährt nach eigenen Aussagen aber nicht, um Altersrekorde aufzustellen. "Die werden eh meist wieder gebrochen", meint er kokett. "Gewinnen ist das Ziel. Aber nicht, weil ich der Älteste wäre, sondern weil es Spaß macht, schneller zu fahren als die Jungen."

Mit 38 Jahren und 148 Tagen peilt der Routinier am Freitag in Beaver Creek (20:30 Uhr im LIVE-Ticker) sein bereits siebentes Weltcup-Podest im Super-G an einem Ort an.

Nur Ski-Superstar Hermann Maier hat das bisher in Kitzbühel geschafft. "Die Konkurrenz ist aber riesig und die Jungen werden immer schärfer", warnt Reichelt. ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher traut dem Salzburger in Colorado trotzdem viel zu. "Man hat schon in Lake Louise gesehen, dass er in Form ist. Mit Hannes muss man hier immer rechnen."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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