Veith rast zurück aufs Stockerl

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Anna Veith kehrt mit Platz drei im Super-G in Cortina d'Ampezzo zurück auf das Siegespodest.

Der Salzburgerin fehlen in Italien 0,70 Sekunden auf Siegerin Ilka Stuhec (SLO). Sofia Goggia (ITA/+0,30) komplettiert das Podest. Mikaela Shiffrin (USA/+0,73) überrascht mit Rang vier. Stefanie Venier wird hinter Viktoria Rebensburg (GER) Sechste. Lindsey Vonn (USA) kommt nicht über Rang zwölf hinaus. Lara Gut (SUI) scheidet aus.

Für Veith ist es das erste Stockerl seit dem Weltcup-Finale 2015 in Meribell.

Mirjam Puchner, Nicole Schmidhofer und Ricarda Haaser belegen die Plätze 13 bis 15.

Shiffrin baut ihren Vorsprung auf Gut im Gesamt-Weltcup auf 80 Punkte aus. In der Super-G-Wertung verringert sich der Vorsprung von Gut auf die Tages-7. Tina Weirather (LIE) auf 44 Punkte.

Schmerzhaftes Aus für Gut

Die Schweizer WM-Favoritin und Siegerin der bisherigen drei Saisonrennen, Lara Gut, schied am Sonntag nach einem Sturz nach klarer Zwischenbestzeit hingegen aus. Gut zog sich Prellungen am rechten Oberschenkel und Oberarm zu, ihr Start bei der WM ist aber nicht in Gefahr.

Hinter Veith sorgte Slalom-Star Mikaela Shiffrin (0,73) mit Platz vier für eine Überraschung. Mit dem besten Super-G-Resultat ihrer Karriere baute die US-Amerikanerin ihre Führung im Gesamtweltcup auf Gut unerwartet wieder auf 80 Punkte aus.

Veith "überglücklich"

"Ich bin überglücklich, dass ich zeigen konnte, was in mir steckt. Das ist sehr überraschend für mich", sagte Veith. Hinter der fünftplatzierten Deutschen Viktoria Rebensburg lieferte Stephanie Venier als Sechste (0,90) ihr nächstes Spitzenergebnis im Super-G ab.

Mit Mirjam Puchner (13.), Nicole Schmidhofer (14.) und Ricarda Haaser (15.) landete ein Österreicherinnen-Trio direkt hinter Lindsey Vonn (USA), die Zwölfte wurde.

Riesentorlauf-Spezialistin Stephanie Brunner holte als 25. in ihrem ersten Weltcup-Super-G gleich Weltcuppunkte. Die zweifache Weltmeisterin von 2011, Elisabeth Görgl, vergab dagegen mit einem Torfehler die allerletzte Chance auf ein WM-Ticket. Ob sie die Saison nach den verpassten Titelkämpfen noch zu Ende fährt, steht noch nicht fest.

Venier trotz Top-Ergebnis nicht zufrieden

"Es ist ein bisschen ärgerlich, dass ich den Mittelteil verhaut habe. Aber den sechsten Platz nehme ich natürlich gerne", sagte Venier, die am vergangenen Wochenende in Garmisch-Partenkirchen als Zweite ihren ersten Podestplatz herausgefahren hatte.

Venier fährt nun mit viel Selbstvertrauen zur WM nach St. Moritz. "Auf einen Podestplatz fehlen nur zwei Zehntelsekunden. Das ist minimal und stimmt mich positiv. Ich fühle mich skifahrerisch zur Zeit echt sicher und gut. Das müsste für die WM schon passen", meinte die 23-jährige Tirolerin.

"War sicher nicht schlecht für mich"

Mit einem guten Gefühl zur WM fahren kann nach ihrem ersten Super-G-Sieg auch Stuhec. Der schnelle, vom US-Trainer Chris Knight gesteckte Lauf kam der dreifachen Saisonsiegerin in der Abfahrt entgegen und bringt sie damit auch im Super-G in die Mitfavoritinnenrolle für die WM.

"Ich bin glücklich, dass ich die Schnellste war. Es war ein schneller Super G, das war sicher nicht schlecht für mich", sagte Stuhec.

Damit ist die 26-Jährige neben der ausgeschiedenen Gut Favoritin für die Speed-Rennen bei der WM in St. Moritz.

Shiffrin sorgt für Überraschung

Für Gut war der Ausfall nur eine Schrecksekunde, bald ärgerte sich die 25-jährige Schweizerin über den verpassten Sieg. Nachdem Gut selbstständig ins Ziel fuhr, blieb die fünffache Saisonsiegerin, die am Vortag in Cortina in der Abfahrt triumphiert hatte, längere Zeit im Schnee liegen. Dies geschah aber mehr aus Enttäuschung, denn kurz danach gab sie Entwarnung.

Ohne weiteren Kommentar begab sich Gut sofort ins Teamhotel, um sich möglichst schnell von ihrem Osteopathen behandeln zu lassen. Shiffrin jubelte dagegen. "Ich habe erwartet, heute die Gesamt-Führung zu verlieren. Dass ich sie noch immer habe, fühlt sich gut an", sagte die junge US-Amerikanerin.

Einen Start im WM-Super-G hat die 21-Jährige aber auch nach Rang vier nicht eingeplant. "Ich werde mich auf Riesentorlauf und Slalom konzentrieren", meinte Shiffrin, die vor der WM noch den City-Event in Stockholm am Dienstag bestreitet und dann mit der WM-Vorbereitung für die technischen Disziplinen beginnt.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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