Hirscher Zweiter bei Kristoffersen-Sieg

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Henrik Kristoffersen gewinnt den Nachtslalom von Madonna di Campiglio und feiert seinen 12. Weltcup-Sieg. Der Norweger setzt sich mit 0,33 Sekunden vor Marcel Hirscher durch. Die beiden Ausnahmekönner unterstreichen ihre Vormachtstellung: Der drittplatzierte Italiener Stefan Gross hat bereits 1,35 Sek. Rückstand.

Zweitbester Österreicher wird Schwarz als Zehnter (2,07). Matt landet auf Rang 11, Hirschbühel 16., Digruber 20.

Hirscher führt im Gesamtweltcup mit 633 Punkten. Jansrud 2. (382).

Slalom-Duell auf höchstem Niveau

Bereits nach dem 1. Durchgang zeichnet sich eine neue Runde im Gigangen-Duell ab. Marcel Hirscher legt vor, muss aber dann doch Henrik Kristoffersen um 23 Hundertstel den Vortritt lassen.

Im zweiten Lauf dann fast das selbe Bild. Hirscher knallt einen Traumlauf auf die Piste, setzt sich mit Laufbestzeit klar an die Spitze. Aber Kristoffersen kontert, unterbietet die Laufzeit nochmals und gewinnt mit 33 Hundertstel Vorsprung.

Mit seinem 12. Weltcupsieg tritt der 22-Jährige in die Fußstapfen von Alberto Tomba und Ingemar Stenmark: Er gewinnt als erst dritter Läufer der Weltcup-Geschichte zwei Slaloms in Folge in Madonna die Campiglio.

"Viel Training und harte Arbeit"

Von den vergangenen zwölf Slaloms, die der Kristoffersen seit inklusive Val d'Isere im Dezember 2015 bestritt, gewann er acht.

"Viel Training und harte Arbeit", antwortet der Norweger auf die Frage nach dem Grund für seine Erfolge. Stenmark und Tomba, auf die er angesprochen wurde, waren laut ihm "riesengroße Superstars, zwei der besten Skifahrer aller Zeiten." In einem Atemzug mit den beiden Ikonen genannt zu werden, sei "unglaublich".

Hirscher mit Bestmarke

Hirscher steht auch im dritten Saison-Slalom am Podest. Mit 633 Punkten vor der Weihnachtspause stellt der Salzburger eine persönliche Bestmarke auf. Sein Vorsprung auf das norwegische Verfolger-Duo Jansrud und Kristoffersen beträgt bereits 251 Punkte.

Im Slalom-Weltcup liegt Hirscher mit 260 Punkten voran, Kristoffersen folgt mit 60 Zählern Rückstand auf Rang zwei.

Schwarz: "Halbwegs ein Ergebnis im Ziel"

Marco Schwarz wird als zweitbester Österreicher Zehnter. Der Kärntner, vor einem als Dritter erstmals am Podest, kann nach zwei Ausfällen in den ersten beiden Slaloms erstmals in dieser Saison anschreiben.

"Ich bin ganz zufrieden mit meiner Fahrt, aber alles habe ich nicht so erwischt, wie vorgenommen. Ein bisschen was wäre schon noch gegangen", kommentiert der 21-Jährige. "Ein Top-10-Ergebnis ist super, weil die ersten beiden Slaloms nichts so gut gelaufen sind. Jetzt bin ich froh, dass ich halbwegs ein Ergebnis im Ziel habe."

Matt: "Kraft ausgegangen"

"Im Großen und Ganzen war es okay", resümierte Matt, der im Zielraum von seinem Bruder Mario, seines Zeichens Slalom-Olympiasieger 2014, angefeuert wurde.

"Oben weg war es sicher sehr gut, im Steilhang bin ich es nicht ganz so gefahren, wie ich es wollte. Unten ist mit dann ein bisschen die Kraft ausgegangen."

"Davon kann ich mir nichts kaufen"

Der Tiroler Manuel Feller rutschte im ersten Durchgang nach einem Innenskifehler vom Kurs. "Vor der Einfahrt Steilhang war ein Hügel drin, da hab' ich mich ein bisschen überraschen lassen und bin nicht mehr mitgekommen. Der Innenski ist dann nur die Folge davon", erklärte der 24-Jährige, der bei der ersten Zeitnehmung nur fünf Hundertstelsekunden hinter Kristoffersen gelegen war.

"Davon kann ich mir jetzt auch nichts kaufen. Dass ich schnell fahren, das weiß ich. Aber es passiert mir immer das Gleiche, daran muss ich einfach arbeiten."

Textquelle: © LAOLA1.at

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