Nach Sieg: Marcel Hirscher verrät Erfolgsgeheimnis

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Marcel Hirscher verrät nach seinem 2. Saisonsieg beim Riesentorlauf in Alta Badia sein Erfolgsgeheimnis.

"Ich habe gestern am Skischuh noch etwas umgestellt. Das hat gut funktioniert", gibt er nach seinem 41. Weltcupsieg einen Einblick.

Bei den letzten Rennen hatte der Annaberger vor allem jeweils im ersten Lauf mit der Materialabstimmung zu kämpfen. Beim Klassiker auf der Gran Risa klappte es hingegen von Beginn an, weswegen Hirscher laut eigener Aussage "superhappy" ist.

"Ich war zuletzt dreimal als Zweiter auf dem Podium. Was die Punkte angeht, war das super, immer 80 Punkte ist perfekt. Aber vom Fahren her war es nicht immer perfekt. Daher habe ich gesagt, ich muss besser werden, wenn ich Alexis (Pinturault; Anm.) oder Mathieu (Faivre) schlagen will. Wir haben in den letzten Wochen hart gearbeitet, um dem französischen Team näher zu kommen. Das ist die Benchmark momentan. Das hat geklappt, ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen."

Die "magische" 540

Die zweiten Plätze in den letzten drei Rennen haben an ihm genagt, ihn aber auch angestachelt: "Wenn ich das Gefühl habe, jemand ist schneller oder besser als ich, muss ich eine Lösung finden. Das hilft mir, meinen Hintern hochzubekommen, ich könnte zum Beispiel auch gemütlich vor dem Fernseher hocken."

In seinen Paradedisziplinen Riesentorlauf und Slalom landete der Annaberger in dieser Saison in sechs Rennen stets unter den ersten Zwei. Vier zweite und zwei erste Plätze lautet seine beeindruckende Bilanz.

Diese Konstanz ist Hirschers größter Trumpf. In den letzten zwei Saisonen hielt er nach dem Riesenslalom in Alta Badia jeweils bei 540 Punkten im Gesamtweltcup - wie auch aktuell.

Hirscher über Alberto Tomba

Hirscher ist nunmehr alleiniger Rekord-Gewinner in Alta Badia vor Alberto Tomba, der es von 1987 bis 1994 auf vier Siege brachte. Hirscher stand im Riesentorlauf bereits zum vierten Mal in Folge ganz oben und hält in dieser Disziplin bei gleich vielen Siegen auf der Gran Risa wie der italienische Exzentriker. Im Dezember 2011 hatte er inmitten der Dolomiten zudem schon einen Slalom gewonnen.

"Im Moment sind mir diese Rekorde egal, aber ich bin sicher, in drei, vier, vielleicht zwei Jahren bin ich davon schwer beeindruckt", erklärte der 27-Jährige.

Tomba habe er als Kind allerdings nicht vor dem Fernseher verfolgt. "Da bin ich zu jung. Seine Frauengeschichten hat mir der Papa immer erzählt."

Lob für Hirscher von Rivalen

In der Gesamtwertung liegt er jetzt 218 Punkte vor dem Norweger Kjetil Jansrud, der die Qualifikation für den zweiten Lauf verpasste. In der Disziplinwertung übernahm er nach dem ersten Sieg die Führung von Pinturault.

"Marcel ist ein unglaublicher Skifahrer. Ich habe zugesehen, wie er heute gefahren ist, und habe es genossen", sagte der Zweitplatzierte Mathieu Faivre.

Textquelle: © LAOLA1.at

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