Brem stürmt aufs Aspen-Podest

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Brem stürmt aufs Podest - Gut "erbt" siegt

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Es war angerichtet! Der erste Heimsieg lag für Mikaela Shiffrin am Silbertablett bereit.

Der Traum platzte aber denkbar bitter - drei Tore vor dem Ziel des Riesentorlaufs ins Aspen rutschte die 21-Jährige weg. Und das als Halbzeit-Führende und mit 68 Hundertstel Vorsprung bei der letzten Zwischenzeit.

Statt Shiffrin durfte Lara Gut jubeln. Die Schweizerin feierte ihren 13. Weltcupsieg, den zweiten in einem Riesentorlauf. Und mit ihr strahlte Eva-Maria Brem. Die Tiroler setzte nach verpatztem ersten Lauf mit Laufbestzeit im Finale mehr als ein Ausrufezeichen und verpasste am Ende ihren zweiten Weltcupsieg nur um 10 Hundertstel.

 

Stimmen zum Rennen:

Eva-Maria Brem: "Ich habe gewusst, dass ich es kann. Wir sind heuer bisher vier Durchgänge gefahren - und drei waren nur scheiße. Im ersten Lauf habe ich mir die brutale Linie zu wenig zugetraut, bin zu rund gefahren. Im zweiten Lauf bin ich die ersten zehn Tore wieder nicht gut gefahren - dann habe ich einfach den Schalter umgelegt, weil ich so angefressen war. Und plötzlich ist es wieder gegangen, bin ich wieder so gefahren, wie man mich kennt. Ich hätte sogar einen Ausfall in Kauf genommen, um nicht ein weiteres Ergebnis wie in Sölden einzufahren. Steff (Bürgler, Kurssetzer im 2. Durchgang) ist mein Vertrauens-Coach, er weiß oft besser als ich, was ich kann. Heute hat er echt alles richtig gemacht."

Lara Gut: "Es ist schon cool, wieder ganz oben zu stehen. Ich war mit Rang vier in Sölden schon happy, da war das Ziel, wieder in die erste Startgruppe zu kommen. Wir haben ein paar Sachen optimiert, die Basis stimmt. Ich habe jetzt schon doppelt so viele Punkte im Riesentorlauf geholt, wie die gesamte letzte Saison."

Die US-Amerikanerin liegt bis kurz vor dem Ziel auf Siegkurs. Dann passiert Unglaubliches. Bild 1 von 16
Mikaela Shiffrin ist der Sieg in Aspen kaum noch zu nehmen, doch wenige Meter vor dem Ziel rutscht sie plötlich weg und scheidet vor Heimkulisse aus. Bild 2 von 16
Eva-Maria Brem sorgt indes für den ersten Saisonpodestplatz der ÖSV-Damen. Bild 3 von 16
Die Tirolerin muss sich als Vorjahressiegerin nur Lara Gut geschlagen geben, Dritte wird Federica Brignone. Bild 4 von 16
Weitere Bilder aus Aspen: Bild 5 von 16
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Die Zeiten-Analyse:

Ergebnis 1. Durchgang

Pos. Läuferin Zeit
1. Mikaela Shiffrin (USA) 0:59.04
2. Federica Brignone (ITA) +0.11 Sek
3. Lara Gut (SUI) +0.96
8. Eva-Maria Brem (AUT +1.37

Ergebnis 2. Durchgang

Pos. Läuferin Zeit
1. Eva-Maria Brem (AUT) 1:02.20
2. Lara Gut (SUI) +0.31
3. Kajsa Kling (SWE) +0.43
12. Federica Brignone (ITA) +1.50

Teilzeiten der Top 3 im Vergleich:

Abschnitt Gut Brem Brignone
15.79 +0.24 -0.09
20.08 -0.23 -0.64
12.19 +0.30 -0.16
11.94 +0.10 +0.04
  1. Lauf
1:00.00 +0.41 -0.85
1. 15.82 +0.35 +0.31
20.51 -0.06 +0.33
12.77 -0.34 +0.41
13.41 -0.26 +0.14
  1. Lauf
1:02.51 -0.31 +1.19

Premieren:

Mit Stephanie Brunner (20.) und Ricarda Haaser (24.) durften zwei junge Österreicherin über ihre ersten Punkte im Weltcup jubeln. Für beide war durchaus mehr möglich. Brunner verpatzte im zweiten Lauf eine Welle im Mittelteil, Haaser hatte gleich beim zweiten Tor ihre Probleme.

Zahl des Rennens - 33

Nach 33 Jahren schafft es wieder eine Schweizerin in Aspen auf ein Weltcup-Podest. Lara Gut tritt in die Fußstapfen von Erika Heß, die in den Rocky Mountains 1981 und 1982 jeweils auf Rang zwei landete. Für die 24-Jährige ist es der 13. Sieg im Weltcup - der zweite in einem Riesentorlauf (Premiere 2013 in Sölden).

Posting des Rennens:

Sarah Schleper hat auch als Letzte ihren Spaß...

Die letzten 5 Riesentorläufe in Aspen:

Erste Zweite Dritte
2015 Gut (SUI) Brem (AUT) Brignone (ITA)
2014 Brem (AUT) Zettel (AUT) Brignone (ITA)
2012 Maze (SLO) Zettel (AUT) Rebensburg (GER)
2011 Rebensburg (GER) Görgl (AUT) Mancuso (USA)
2010 Worley (FRA) Rebensburg (GER) Hölzl (GER)
2009 Hölzl (GER) Zettel (AUT) Brignone (ITA)
Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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