Wengen-Streit: FIS-Präsident fordert Lösung

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Im Streit um die Zukunft der Lauberhornrennen in Wengen schaltet sich nun auch FIS-Präsident Gian Franco Kasper ein.

Er will im schon seit fast drei Jahren schwelenden Disput zwischen dem Organisationskomitee der Lauberhornrennen und Swiss-Ski nicht Partei ergreifen, fordert die beiden Parteien, aber auf, sich "an einen Tisch zu setzen und endlich eine Lösung zu finden".

Die Differenzen bestünden schon viel zu lange, sagt der FIS-Präsident. Er würde die Angelegenheit nicht im Detail kennen "und auch nicht die Summe, um die es geht". Bekannt ist, dass Wengen vom nationalen Skiverband (Swiss Ski) mehr Geld aus dem zentralen Vermarktungstopf will, die derzeitige Summe beträgt zwei Millionen Franken (1,86 Mio. Euro). Die Organisatoren im Berner Oberland verfügen nach zuletzt schwierigen Jahren über keine Reserven mehr.

Kasper sieht Swiss Ski vom Stärkeverhältnis her in einer "guten Position. Aber Wengen ist es Kraft seiner Tradition und Ausstrahlung eben auch". Er warnt in dem Konflikt, dass es zu einer Lose-Lose-Situation komme. "Ich appelliere an Swiss Ski und das Wengener OK, dass sie sich gemeinsam um eine Lösung bemühen."

FIS will Wengen nicht verlieren

Dass die Weltcup-Rennen der Herren nicht mehr in Wengen stattfinden und nach Zermatt abwandern könnten, wie kolportiert wurde, bezeichnet Kasper als "Illusion". "Die FIS will Wengen sicher nicht als Weltcup-Austragungsort verlieren. Das Lauberhorn ist eines unserer größten und bekanntesten Rennen. Alles andere ist Blödsinn."

Die FIS teilt den einzelnen Ländern eine Anzahl von Weltcuprennen zu, danach legen die nationalen Verbänden die jeweiligen Orte fest. Diese Liste muss dann aber wieder vom FIS-Vorstand abgesegnet werden. Womit das letzte Wort bei der FIS liegt.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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