Versagensängste im Starthaus
Shiffrin erzählt, dass sie zum ersten Mal nach den Olympischen Spielen 2014 erkannte, wie wichtig mentale Gesundheit ist. Damals plagten sie nach ihrem Olympiasieg im Slalom mit nur 18 Jahren Versagensängste. Der Druck sei enorm gewesen, so Shiffrin.
"Ich ging an den Start und war wie gelähmt. Ich hatte Tränen in den Augen. Dann dachte ich, ich müsse erbrechen. Oder ich hatte das Gefühl, dass sich mein Hals zuschnürt und ich nicht mehr atmen kann", erzählt die mittlerweile dreifache Gesamtweltcupsiegerin.
Kaum vorstellbar, bei den unzähligen Erfolgen, die Shiffrin in ihrer Karriere bisher gefeiert hat. "Ich dachte nie, dass ich eine Person bin, die wegen des Leistungs- und Erwartungsdrucks so Probleme haben könnte. Aber genau das war der Fall. Ich ging durch diese Phase und musste lernen, meinen Kopf, die Emotionen und den Stress zu kontrollieren", erzählt die mittlerweile 25-Jährige.