Schlägt Hirscher in Wengen zurück?

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Beim Slalom in Wengen (Sonntag, ab 10:30 Uhr im LIVE-Ticker) geht das Giganten-Duell zwischen Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen in die nächste Runde.

In dieser Saison landete der Norweger - immer wenn er am Start stand - vor dem fünffachen Gesamtweltcup-Sieger aus Annaberg. "Der Slalom ist ein Auf und Ab. Ich muss im Training am Slalom-Schwung arbeiten. Es läuft nicht schlecht, aber es ist zu wenig, um zu gewinnen", sagt Hirscher selbst über seine aktuelle Verfassung im Torlauf.

Hirscher trainierte in Kitzbühel

Im Slalom-Weltcup liegen die beiden ex aequo in Führung. Am Lauberhorn konnte Hirscher jedoch noch nie gewinnen.

Super-G auf der Streif und Slalom auf dem Ganslernhang in Kitzbühel und auf der Reiteralm hat der 27-jährige Salzburger diese Woche trainiert. "Die Trainings in Kitzbühel waren lässig. Es war extremer Schneefall, und wir dachten schon, es wird nichts mit dem Super-G-Training, aber das Organisationskomitee hat uns mit einigen Rutschern unterstützt, wir hatten unser gewünschtes Training", sagte Hirscher-Trainer Michael Pircher zur APA.

Der Ganslernhang habe bei all seinen "Übergängen und Wellen noch eine dazubekommen. Sie sind sehr ausgeprägt, sehr markant. Das ist halt am Anfang so, das wird sich lindern, aber jetzt im Training war es sehr ausgeprägt und hat alles abverlangt", schilderte Pircher. Trainiert haben neben dem österreichischen Team auch andere Nationen, so die Deutschen oder der Russe Alexandr Khoroshilov.

Wieder auf dem Originalhang

Kristoffersen indes übte auf der Reiteralm hauptsächlich Riesentorlauf, wie Trainer Christian Mitter der APA sagte. "Es ist super gegangen. Die Möglichkeit mit Kitzbühel haben wir nicht erst erwogen, weil wir mit der Reiteralm gut bedient sind und dann in Kitzbühel eh wieder alles anders ist am Renntag, weil sie nochmals wassern müssen und es noch viermal schneit."

Hirscher war am Donnerstag und Freitag auf der Reiteralm. Die Information, dass es auf dem Wengen-Hang - heuer wird wieder am Originalhang gefahren und nicht wie im Vorjahr auf der Abfahrtstrecke - eisige Bedingungen gibt, wurde natürlich übermittelt. "Aber schauen wir mal, wie es am Sonntag ist, das ändert sich ja Tag für Tag. Wir werden uns auf alle Fälle bestmöglich einstellen. Wir haben es im Training auch eher auf der eisigen Seite gehabt", erläuterte Pircher.

Kristoffersen ließ den Auftakt-Slalom in Levi wegen Streitigkeiten mit dem Verband aus, in Val d'Isere, Madonna di Campiglio und Adelboden siegte er, in Zagreb kam er auf Rang drei, hatte dort aber ungünstige Verhältnisse erwischt. Hirscher kam nach seinem Sieg in Finnland auf die Plätze zwei, zwei, sechs und drei.

Kristoffersen hat "Nase vorne"

In Adelboden hatte er Nebel-Pech, ließ das aber nicht als alleinige Ausrede gelten. "Der Slalom ist ein Auf und Ab. Ich muss im Training am Slalomschwung arbeiten. Es ist nicht schlecht, aber es ist zu wenig, um zu gewinnen", lautete sein Kommentar.

Dazu meinte Pircher: "Ich glaube, es passt genau, wie er es sieht. So sehe ich es auch. Kristoffersen hat bis auf Zagreb alle seine Rennen gewonnen. Er hat natürlich Selbstvertrauen, das braucht man, um der Konkurrenz und in dem Fall auch Marcel davonzufahren. Der Zeitabstand war groß, da waren wir schon einmal näher dabei. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das Loch stopfen, und hoffen, dass wir ihn überholen. Aber im Moment hat er die Nase vorne."

Kristoffersen zeigt, dass er die Streitigkeiten mit dem Verband wegen eines privaten Kopfsponsors gut wegsteckt. "Offensichtlich. Man muss das Sportliche von dem anderen trennen können. Es gibt auch viele Fußballer, die im Champions-League-Finale spielen und nicht wissen, ob sie nächste Woche noch einen Vertrag haben. Es ist nicht so etwas Außergewöhnliches, dass man Vertragsgeschichten und das Sportliche trennen muss", erklärte Mitter.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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