Fix: Schweizer Doppel-Olympiasiegerin tritt zurück
Nach ihrer schweren Verletzung zieht Michelle Gisin einen Schlussstrich unter ihre Ski-Karriere. Die Doppel-Olympiasiegerin hat für die Zukunft bereits neue Pläne.
PRESENTED BY
Die Schweizer Doppel-Olympiasiegerin Michelle Gisin beendet ihre Karriere. Der Schweizer Skiverband Swiss-Ski und die 32-Jährige geben diesen Schritt am Dienstag in den Sozialen Medien und im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.
Bereits seit vergangenen Freitag kursieren Gerüchte über das Karriereende der Schweizerin, die sich vor knapp einem Jahr beim Abfahrtstraining in St. Moritz schwer an der Halswirbelsäule verletzte. Zu einem Comeback wird es nun nicht kommen.
"Werde mich vom Skisport verabschieden"
"Es ist ein sehr bedeutender Tag in meinem Leben. Ich werde mich vom Skisport verabschieden", eröffnet Gisin die Pressekonferenz laut Informationen von "Blick.ch".
Gisin möchte auch in Zukunft auf Skiern stehen - allerdings nicht auf Weltcupebene: "Nun kann ich in Zukunft auf denjenigen Pisten fahren, auf denen ich will", freut sich die 32-Jährige. Bei der Heim-WM in Crans-Montana wird sie im Ziel dabei sein und Interviews führen.
Die Entscheidung, im Weltcup nicht mehr an den Start zu gehen, traf Gisin auf jener Piste, die ihr im vergangenen Jahr zum Verhängnis wurde. "Es war sehr ein emotionaler Entscheid in St. Moritz, aber bis ich so weit gewesen bin, hat es noch einen Moment gebraucht. Davor habe ich nicht so konkret darüber gesprochen."
"Priorität will ich dem Sport nicht mehr geben"
Weiters sagt Gisin: "Ich habe immer alles gegeben, in allen Disziplinen, war eine Allrounderin. Es bräuchte jetzt noch so viel, um wieder zurückzukehren. Diese Priorität will ich dem Sport nicht mehr geben. Es gibt viele andere wunderschöne Dinge im Leben, denen ich nun mehr Priorität schenken will."
Für die Zeit nach ihrer Karriere hat Gisin bereits erste Pläne. Besonders freut sich die Schweizerin darauf, ihren Mann Luca De Aliprandini bei seinen Rennen zu begleiten. Auch die Zeit zu Hause möchte sie künftig bewusster genießen.
Hörsaal statt Skipiste
"Ich kann viel mehr Zeit zu Hause genießen, ich war nicht mehr viel in Engelberg", sagt die ehemalige Ski-Allrounderin. Auch ein Studium hat Gisin bereits begonnen. Statt des Ski-Zirkus wird sie sich künftig im Hörsaal mit "Politik, Philosophie und Wirtschaft" beschäftigen.
In fast 300 Weltcupstarts jubelte Gisin über 22 Podestplätze und zwei Weltcupsiege. Dazu kommen zwei WM-Medaillen und drei Olympia-Medaillen, darunter zweimal Gold in der Kombination.