Görgl nicht mehr "Trottel vom Dienst"

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Im letzten Rennen vor der WM in Cortina d'Ampezzo gab es noch Tränen, im ersten Rennen nach der WM kann Elisabeth Görgl wieder lachen.

Die Steirerin überrascht sich mit Rang sieben im Super-G selbst. Sie habe zuletzt im Training ein gutes Gefühl entwickelt, mit dem Ergebnis habe sie aber nicht gerechnet: "Das hat mir schon getaugt, muss ich sagen."

Ein Karriereende ist damit noch nicht fix - denn: "Ich habe noch nichts gesagt. Jetzt fliege ich nach Korea, dann wenn alles passt nach Aspen, dann schauen wir weiter."

"Gerne das ganze Jahr zurückgedreht"

Nach dem Ausfall in Cortina war die 36-Jährige noch am Boden zerstört und meinte: "Man muss es einsehen, irgendwann laufen die Dinge aus. Jetzt sind die Jungen dran."

Das Feuer scheint aber wieder da. "Ich fahre so gerne Ski und es geht mir das Herz auf, wenn es gut gut. Es macht so eine Freude, wenn ich mich wieder spüre", so der Steirerin.

"Das Skifahren kann so lässig sein, wenn man mit Freiheit und locker fährt. Wenn man vom Kopf unbedingt will, dann kann es so zach sein. Dann geht nichts, dann hat man keinen Erfolg, dann ist man eigentlich der Trottel vom Dienst. Man muss schauen, dass man sich auf sich selbst besinnt, und das sucht in sich, warum man das Ganze tut", sagte Görgl und klang dabei etwas wehmütig. "Ich hätte gern das ganze Jahr zurückgedreht."

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"Es macht irrsinnig Spaß"

Grund zur Freude hat Stephanie Venier: "Zur Zeit macht es irrsinnig viel Spaß", sagt die Tirolerin nach Rang drei.

Wie Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer war auch Venier in der kurzen Pause nach der WM in St. Moritz auf zahlreichen nicht-sportlichen Anlässen unterwegs.

"Es war nicht so einfach, es war schon ziemlich stressig zu Hause in letzter Zeit. Aber das war guter Stress", erklärte die 23-Jährige, die von ihrer Heimatgemeinde Oberperfuß eine eigene Gondel erhielt.

Nicht viel nachdenken - auch nicht über Weltcup

Ihre Unbekümmertheit habe sie ob des ganzen Trubels aber nicht eingebüßt. "Deswegen kommen auch die guten Ergebnisse", meinte Venier. "Ich denke nicht zu viel nach, und ich habe brutal schnelle Ski, das weiß ich", umriss sie ihr Erfolgsgeheimnis. Am Samstag sei allerdings bei schwierigen Bedingungen auch die Startnummer drei "sicher ein bisschen ein Vorteil" gewesen.

Auf die kleine Kristallkugel für den Super-G-Weltcup geht Venier laut eigener Aussage nicht los, als Vierte liegt sie 81 Punkte hinter der Führenden Tina Weirather aus Liechtenstein. "Nein, nein. Ich fahre jetzt mein Rennen bis zum Finale, und hochgerechnet wird zum Schluss", erklärte die Inntalerin.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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