DSV-Talent stirbt nach Trainingssturz

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Der Skisport wird vom nächsten tödlichen Sturz erschüttert. 

Der 17-jährige deutsche Nachwuchsfahrer Max Burkhart kommt bei einer Nor-Am-Cup-Abfahrt - und nicht wie anfangs berichtet beim Training - im kanadischen Lake Louise schwer zu Sturz und krachte in ein Sicherheitsnetz. Nach Bergung und Hubschrauber-Transport ins Foothills Hospital nach Calgary wurde der junge Athlet operiert, am Mittwoch erlag er jedoch den schweren Verletzungen.

An dem Rennen hatten sich auch zahlreiche österreichische Athleten beteiligt. Gefahren wurde auf verkürzter Strecke auf jener Piste, auf der an den Wochenenden zuvor die Herren und Damen ihre Weltcup-Rennen ausgetragen hatten.

Burkhart war für sein Collegeteam am Start, er war Mitglied des bayrischen Landeskaders und des Skiclub Partenkirchen, teilt der Deutsche Skiverband auf Anfrage der APA mit. Seit August studierte er an der Sugar Bowl Academy. Sein Ziel war es, in die DSV-Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. 

Notfallmaßnahmen haben sofort gegriffen

"Wir sind tief bestürzt, die gesamte Skifamilie trauert um Max Burkhart", wird Wolfgang Maier, der Sportdirektor Alpin des Deutschen Ski Verbandes, auf der DSV-Homepage zitiert. "Unsere Gedanken sind bei Max Burkharts Familie, seinen Freunden und Kameraden. Wir stehen mit allen Betroffenen in Kontakt, um in diesen schweren Stunden zu helfen und zu unterstützen."

"Und wieder ist die alpine Familie von einem tragischen Verlust betroffen", schrieb der Internationale Skiverband (FIS) auf seiner Homepage. "Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie, seinen Teamkollegen und seinen Lieben." Alpine Canada und Alpine Alberta teilten in einer Stellungnahme mit, dass die Notfallmaßnahmen sofort gegriffen hätten, das Leben trotz aller Bemühungen aber nicht zu retten war. Man sei ob des tragischen Verlustes zutiefst erschüttert und spreche der Familie und den Teamkollegen das herzlichste Beileid aus.

Erst vor rund drei Wochen verstarb der französische Weltcup-Läufer David Poisson. Der ehemalige WM-Dritte war Mitte November bei einem Sturz im Training des Abfahrtsteams im kanadischen Skigebiet Nakiska in der Provinz Alberta ums Leben gekommen.

 

Im Skisport (Rennen, Training, Tests) zu Tode gekommen:

1959: Toni Mark (AUT) Wallberg/BRD (Riesentorlauf)
1959: John Semmelinck (CAN) Garmisch (Abfahrt)
1964: Ross Milne (AUS) Innsbruck (Abfahrtstraining Patscherkofel)
1964: Walter Mussner (ITA) Cervinia (Geschwindigkeitstests)
1969: Silvia Suter (SUI) Sportinia (FIS-Abfahrt)
1970: Michel Bozon (FRA) Megeve (Weltcup-Abfahrt)
1972: David Novelle (USA) Winter Park (Abfahrt)
1975: Michel Dujon (FRA) Tignes (Skitests)
1975: Markku Vuopala (FIN) Lienz (Junioren-EM)
1979: Leonardo David (ITA) Lake Placid (Abfahrt) (erlag erst 1985 seinen schweren Kopfverletzungen)
1991: Gernot Reinstadler (AUT) Wengen (Abfahrtstraining)
1994: Ulrike Maier (AUT) Garmisch-Partenkirchen (Abfahrt)
2001: Regine Cavagnoud (FRA/Super-G-Weltmeisterin) stößt beim Abfahrts-Training in Pitztal mit dem deutschen Trainer Markus Anwander zusammen und erliegt zwei Tage später in der Uni-Klinik von Innsbruck ihren schweren Verletzungen.
2002: Werner Elmer (SUI) Verbier (FIS-Rennen)
2017: David Poisson (FRA) Nakiska/Kanada (Training)
2017: Max Burkhart (GER) Lake Louise/Kanada (Nor-Am-Cup-Abfahrt)

Textquelle: © LAOLA1.at

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