Anna Veith feiert am Semmering am Comeback

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Nachdem sich zuletzt die Anzeichen verdichtet haben, ist es nun fix: Anna Veith feiert bei den Weltcup-Rennen am Semmering ihr Comeback.

"431 tage - Schmerz, Angst, Enttäuschung, Überwindung, Arbeit, Herausforderung, Mut. Ja es braucht jetzt ein großes Stück Mut", postet die Salzburgerin auf Facebook.
"Liebe leute - ich werde am Semmering an den Start gehen und ich kann es kaum erwarten."

"Mein Ziel: ein paar lässige Schwünge in den Schnee zaubern, nicht mehr und nicht weniger..."

Die Gesamtweltcupsiegerin von 2014 und 2015 hatte sich am 21. Oktober 2015 bei einem Trainingssturz auf dem Rettenbachferner in Sölden im rechten Knie das vordere Kreuzband, das rechte Seitenband, den Innen- und Außenmeniskus sowie die Patellarsehne gerissen.

"Noch nicht auf dem Level wie vor der Verletzung"

"Ich fühle mich bereit fürs Comeback“, erklärt die Olympiasiegerin und dreimalige Weltmeisterin.

"Ich bin zwar körperlich noch lange nicht wieder auf demselben Level wie vor der Verletzung – aber es gab deutliche Fortschritte im Training der vergangenen Wochen, so dass ich jetzt wieder einsteigen möchte. Ich freue mich sehr auf diesen Schritt und es wird ein ganz besonderes Gefühl sein, nach so langer Zeit wieder im Starthaus zu stehen.

Anna Veith besticht durch natürlichen Charme. Ihre besten Bilder:

Anna Veith ist einer der größten heimischen Sport-Stars.

Früher fuhr sie als Anna Fenninger Siege ein, seit ihrer Hochzeit mit Manuel Veith im April 2016 kämpft sie als Anna Veith um Hundertstel.

Sie besticht durch natürlichen Charme.
Als die Salzburgerin ins Weltcup-Team aufrückte, war sie noch ein schüchterner Teenager,...
... inzwischen ist sie Österreichs "Ski-Beauty".

LAOLA1 hat die besten Bilder von Anna Veith:

Nach Training zurückhaltend

Am Donnerstag noch hatte sich die Gesamtweltcupsiegerin 2014 und 2015 nach einem Training auf der anspruchsvollen, eisigen Semmering-Piste zurückhaltend geäußert.

"Körperlich bin ich bei 70 Prozent, da fehlt schon noch viel. Ich muss mir das ganz genau anschauen, ob es Sinn macht, in dieser Verfassung Rennen zu fahren", hatte sie da gegenüber Ö3 erklärt.

Im sozialen Netzwerk gab Veith auch einen Einblick in ihre Gefühlswelt. "Wenn ich daran denke, wie es mir gehen wird, wieder im Starthaus zu stehen und meinen Herzschlag in meinem ganzen Körper pochen spüre, kann ich meine Emotionen kaum innehalten. 431 Tage - Schmerz, Angst, Enttäuschung, Überwindung, Arbeit, Herausforderung, Mut", schrieb sie. "Ja, es braucht jetzt ein großes Stück Mut."

431 Tage nach der Verletzung

Wenn Veith am Dienstag - da wird der vor wenigen Tagen in Courchevel abgesagte RTL nachgeholt - am Start steht, werden genau 431 Tage seit ihrem folgenschweren Trainingssturz vergangen sein. Da hatte sich Österreichs dreifache Sportlerin des Jahres am Rettenbachferner in Sölden im rechten Knie das vordere Kreuzband, das rechte Seitenband, den Innen- und Außenmeniskus sowie die Patellarsehne gerissen. Der Weg bis zum Semmering war lang und hatte auch Rückschläge parat.

So brach Veith Mitte Oktober das Skitraining zugunsten von Kraftaufbau wieder ab, das Ziel Weltcupauftakt in Sölden war abgehakt. Seit mittlerweile fünf Wochen trainierte die amtierende Super-G-und Riesentorlauf-Weltmeisterin aber durchgehend auf Schnee.

Freude bei Stephanie Brunner

Das Alpin-Comback des Jahres sollte auch in der Damen-Mannschaft für zusätzliche Motivation sorgen.

"Ich freue mich schon richtig drauf. Es ist cool, dass Anna wieder zurück kommt und Rennen fährt. Das motiviert uns auch, weil sie wieder frischen Wind bringt. Das wird sicher lässig", meinte etwa Stephanie Brunner, derzeit die beste heimische Riesentorläuferin. Im Gegensatz zu Veith absolvierte Brunner so wie das Gros ihrer Kolleginnen die Trainings für den Semmering auf der Reiteralm bzw. in Obdach.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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